Sperrt das Wiener Dianabad zu?

Der Vertrag für das Bad im zweiten Bezirk soll 2020 auslaufen. Damit droht das Aus für das Bad mit der über 200 Jahre alten Geschichte.

Neues Dianabad
Neues Dianabad
Das Dianabad wurde im Jahr 2000 neu eröffnet. – APA

Auf eine über 200 Jahre alte Geschichte kann das Dianabad zurückblicken, nun steht das Bad im zweiten Wiener Gemeindebezirk offenbar vor der Schließung. Das berichtet die Zeitung "Der Standard" am Mittwoch. Das privat geführte Bad war im Jahr 2000 renoviert worden. Die Stadt Wien genehmigte für den Neubau einen Zuschuss von umgerechnet rund 14,5 Millionen Euro - mit der Bedingung, dass das Bad 20 Jahre lang betrieben werden muss.

2020 läuft die Frist aus. Und derzeit sehe es nicht danach aus, dass das die Einrichtung weiterbetrieben wird, heißt es von Seiten der Bezirksvorstehung. Die Betreibergesellschaft "Dianabad Errichtungs- und BetriebsGmbH", hinter der die Raiffeisen und Uniqa stehen, habe das Ende des Dianabads für Oktober 2020 angekündigt, bestätigt man bei der Stadt Wien. Mieten oder kaufen wolle die Stadt Wien das Bad nicht.

Erstmals wurde das Dianabad 1810 eröffnet als geschlechtergetrenntes "Baadhaus", 1843 wurde es zur ersten überdachte Schwimmhalle Europas umgebaut. Im Winter fand die Schwimmhalle als Ballsaal Verwendung, 1867 wurde hier sogar der Donauwalzer von Johann Strauß uraufgeführt.

Im Dianabad
Im Dianabad
Eine Aufnahme aus dem Jahr 1926 – Rübelt, Lothar / ÖNB-Bildarchiv

>> Bericht von "Der Standard"

(red.)

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