7. Februar 1979

Als das Traditionskaufhaus Gerngroß in Flammen stand

Vor 40 Jahren, am 7. Februar 1979, brannte das Kaufhaus Gerngroß. Es war einer der spektakulärsten Brände der Wiener Nachkriegszeit.

Es war eine der spektakulärsten Brände der Wiener Nachkriegszeit: Am 7. Februar 1979 fing das traditionsreiche Kaufhaus Gerngroß zu brennen an. 

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Bei der Feuerwehr wurde die höchstmögliche Alarmstufe 8 ausgelöst.

ÖNB / Kern, Fritz

Grund für den Brand waren Schweißarbeiten an einer Rolltreppe im älteren Trakt des Kaufhauses. Um 22.15 Uhr brach im Schacht während der Arbeiten ein kleines Feuer aus. Obwohl die Arbeiter zwei Handfeuerlöscher sowie eine Scheibtruhe mit 100 Litern Wasser samt Kübeln vorsorglich bereitgestellt hatten,  konnten sie das Feuer nicht löschen.

 

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Die Flammen waren zwischen der Decke des ersten und dem Boden des zweiten Stocks ausgebrochen. Die Arbeiter verließen fluchtartig das Gebäude. Um 22.50 traf die Feuerwehr ein, die der Portier verständigt hatte.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

In der Folge kämpften die Einsatzkräfte mit dem größten Feuer, das in Wien seit dem Börsebrand (1956) getobt hat.

Bildarchiv Austria

Eine Flammenwalze trieb die ersten Helfer aus dem Inneren des Gebäudes. Das Feuer arbeitete sich rasch von Stockwerk zu Stockwerk vor, nach kurzer Zeit erreichte es auch den neuen Gerngroß-Trakt.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

300 Feuerwehrmänner aus Wien, 198 aus Niederösterreich sowie 50 Soldaten der Luftschutztruppenschule waren im Einsatz, während Spraydosen explodierten, Holzstücke bis zu 200 Meter durch die Luft flogen und infolge auch die Nachbarhäuser gefährdeten. 20 Personen wurden in Sicherheit gebracht, zehn Einsatzkräfte leicht verletzt.

Bildarchiv Austria

Erst nach einem 20-stündigen Kampf konnte der Brand bis auf Glutnester gelöscht werden. Weitere eineinhalb Tage wurde Brandwache gehalten. 

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Die Zerstörung war verheerend.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Insgesamt entstand ein Schaden von mehr als einer Milliarde Schilling (72,7 Millionen Euro), er war von Versicherungen gedeckt.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Trotzdem dachte die Gerngroß-Geschäftsleitung Stunden nach dem Brand bereits über den Wiederaufbau und das Schicksal der rund 800 Beschäftigten nach. Viele von ihnen stellten sich spontan für Aufräumungsarbeiten zur Verfügung.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Aber auch Kunden zeigten ihre Solidarität gegenüber dem traditionsreichen Kaufhaus.

ÖNB / Kern, Fritz

Knapp 13 Monate nach dem Brand eröffnete das Kaufhaus nach den abgeschlossenen Renovierungsarbeiten wieder die Pforten.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Sein ursprüngliches Aussehen erhielt das Kaufhaus jedoch nicht mehr zurück.

Das Kaufhaus war 1879 von Alfred Gerngroß gegründet worden. Das Geschäft entwickelte sich bald zum größten Warenhaus Wiens und in Folge zum größten Kaufhaus der Monarchie. Von 1902 bis 1904 wurde es zu einem fünfstöckigen Gebäude ausgebaut.

Bild: 1904

(c) Marburg Archiv / Bildarchiv Austria

Der "Glashof" mit Verkäuferinnen im Jahr 1910.

ÖNB / Bildarchiv Austria

Ein Reklame für das Kaufhaus, 1912.

ÖNB / Bildarchiv Austria
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Es war eine der spektakulärsten Brände der Wiener Nachkriegszeit: Am 7. Februar 1979 fing das traditionsreiche Kaufhaus Gerngroß zu brennen an. 

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Bei der Feuerwehr wurde die höchstmögliche Alarmstufe 8 ausgelöst.

ÖNB / Kern, Fritz

Grund für den Brand waren Schweißarbeiten an einer Rolltreppe im älteren Trakt des Kaufhauses. Um 22.15 Uhr brach im Schacht während der Arbeiten ein kleines Feuer aus. Obwohl die Arbeiter zwei Handfeuerlöscher sowie eine Scheibtruhe mit 100 Litern Wasser samt Kübeln vorsorglich bereitgestellt hatten,  konnten sie das Feuer nicht löschen.

 

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Die Flammen waren zwischen der Decke des ersten und dem Boden des zweiten Stocks ausgebrochen. Die Arbeiter verließen fluchtartig das Gebäude. Um 22.50 traf die Feuerwehr ein, die der Portier verständigt hatte.

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In der Folge kämpften die Einsatzkräfte mit dem größten Feuer, das in Wien seit dem Börsebrand (1956) getobt hat.

Bildarchiv Austria

Eine Flammenwalze trieb die ersten Helfer aus dem Inneren des Gebäudes. Das Feuer arbeitete sich rasch von Stockwerk zu Stockwerk vor, nach kurzer Zeit erreichte es auch den neuen Gerngroß-Trakt.

(c) APA/MA 68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

300 Feuerwehrmänner aus Wien, 198 aus Niederösterreich sowie 50 Soldaten der Luftschutztruppenschule waren im Einsatz, während Spraydosen explodierten, Holzstücke bis zu 200 Meter durch die Luft flogen und infolge auch die Nachbarhäuser gefährdeten. 20 Personen wurden in Sicherheit gebracht, zehn Einsatzkräfte leicht verletzt.

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Erst nach einem 20-stündigen Kampf konnte der Brand bis auf Glutnester gelöscht werden. Weitere eineinhalb Tage wurde Brandwache gehalten. 

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Die Zerstörung war verheerend.

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Insgesamt entstand ein Schaden von mehr als einer Milliarde Schilling (72,7 Millionen Euro), er war von Versicherungen gedeckt.

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Trotzdem dachte die Gerngroß-Geschäftsleitung Stunden nach dem Brand bereits über den Wiederaufbau und das Schicksal der rund 800 Beschäftigten nach. Viele von ihnen stellten sich spontan für Aufräumungsarbeiten zur Verfügung.

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Aber auch Kunden zeigten ihre Solidarität gegenüber dem traditionsreichen Kaufhaus.

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Knapp 13 Monate nach dem Brand eröffnete das Kaufhaus nach den abgeschlossenen Renovierungsarbeiten wieder die Pforten.

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Sein ursprüngliches Aussehen erhielt das Kaufhaus jedoch nicht mehr zurück.

Das Kaufhaus war 1879 von Alfred Gerngroß gegründet worden. Das Geschäft entwickelte sich bald zum größten Warenhaus Wiens und in Folge zum größten Kaufhaus der Monarchie. Von 1902 bis 1904 wurde es zu einem fünfstöckigen Gebäude ausgebaut.

Bild: 1904

(c) Marburg Archiv / Bildarchiv Austria

Der "Glashof" mit Verkäuferinnen im Jahr 1910.

ÖNB / Bildarchiv Austria

Ein Reklame für das Kaufhaus, 1912.

ÖNB / Bildarchiv Austria