Pläne, Pausen und sieben Jahre Aufregung

breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der Start

Juni 2012. Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) verkündet, dass das Areal, auf dem sich das Hotel Intercontinental, der Eislaufverein und das Konzerthaus befinden (im Bild eine aktuelle Aufnahme), neu gestaltet wird. Partner ist Investor Michael Tojner (Wertinvest).

>> Zum damaligen "Presse"-Bericht

Die Presse
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der Plan

Februar 2013. Im Rahmenplan wird erstmals das Projekt erwähnt, das für Aufregung sorgen wird: Ein 73 Meter hoher, schlanker Turm. Vassilakou räumt bereits ein, dass die Unesco damit nicht glücklich sei. Es werde noch Erörterungen geben.

>> Zum damaligen Bericht

WertInvest Hotelbeteiligungs GmbH / www.wertinvest.at
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der Sieger

Februar 2014. Eine Expertenjury kürt den Entwurf des brasilianischen Architekten Isay Weinfeld zum Siegerprojekt. Dieser beinhaltet einen 73 Meter hohen Turm, in dem Luxuswohnungen entstehen sollen.

>> Zum damaligen "Presse"-Bericht

>> Die Entwürfe, die zur Debatte standen

WertInvest/Isay Weinfeld
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die erste Pause

(Früh-)Sommer 2016. Die Debatten um das Hochhaus spitzen sich zu, die Unesco sieht das Welterbe (Stichwort: Canaletto-Blick) in Gefahr, der Fachbeirat warnt. Vassilakou verordnet dem Projekt eine Nachdenkpause.

>> Zum damaligen "Presse"-Bericht: „Karten neu mischen“

>> Zum damaligen "Presse"-Bericht: Rechtlicher Kampf um den Turm

(Bild: Eine Visualisierung der Initiative Denkmalschutz)

Martin Kupf
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der nächste Versuch

Dezember 2016. Die Pause ist vorbei. Die Stadt und der Investor präsentieren den überarbeiteten Entwurf. Der Turm ist jetzt 66 Meter hoch. Zu hoch für die Unesco. Sie fordert eine maximale Höhe von 43 Metern.

>> Zum damaligen "Presse"-Bericht

Isay Weinfeld und Sebastian Murr, Rendering: Nightnurse
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Das Grüne Basis-Nein

Frühling 2017. Das Projekt spaltet die Wiener Grünen. Es kommt zur Urabstimmung unter allen Parteimitgliedern und zum Nein. Doch Rot-Grün beschließt die Flächenwidmung. Wiens historisches Zentrum kommt auf die Rote Liste der Unesco.

>> Zum damaligen Bericht

Isay Weinfeld und Sebastian Murr, Rendering: Nightnurse
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die zweite Pause

März 2019. Nach einer Fact-Finding-Mission befindet der Denkmalrat Icomos: Das Projekt gefährde das Welterbe. Wien verordnet sich eine zweijährige Nachdenkpause. Die Bundesregierung will das Projekt stoppen und droht mit Weisung.

>> Zum "Presse"-Bericht: Neues Gutachten zu Heumarkt - mit Hochhaus kein Welterbe-Status

Isay Weinfeld und Sebastian Murr, Rendering: Nightnurse