Pride Parade

Wien im Zeichen des Regenbogens

So viele Teilnehmer wie noch nie jubelten Heinz Fischer, Conchita Wurst und Hermes Phettberg zu. Es geht um den Stolz, man selbst sein zu dürfen. "Wir sind nicht kategorisierbar."

Sommerhitze, Menschenmassen und viel Party: Mit einer halben Stunde Verspätung ist die Wiener Regenbogenparade schließlich gestartet.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Der Zug war heuer rund zwei Kilometer lang. In Summe nahmen 107 Wägen und Fußgruppen an der Parade teil - so viele wie noch nie. Überdies rechneten die Veranstalter, die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI), mit bis zu 500.000 Besuchern. Das wäre ein Rekord.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Kurz vor dem Start hielt Ex-Bundespräsident Heinz Fischer (re.) unter viel Gejohle und Applaus eine kurze Ansprache. Dabei mahnte er Zusammenhalt ein: "Gemeinsam können wir sehr, sehr, sehr viel erreichen." Ebenfalls kurze Reden hielten u.a. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (Mitte), der grüne Bundessprecher Werner Kogler (li.), SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky und NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr. Sie alle unterstrichen, sich für die Rechte von LGBTIQ-Menschen - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen - einzusetzen.

APA/Herbert Neubauer (Collage)

Die sommerlich heißen Temperaturen taten dem Zustrom zur Parade keinen Abbruch: Menschenmassen säumten den Ring, um mit den Teilnehmern zu feiern.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Heuer gab es 107 Beiträge, also Wägen und Fußgruppen, die die Parade bildeten. Das sind laut Organisatoren um 60 Prozent mehr als im Vorjahr.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Bei der Dekoration wurde teils viel Aufwand betrieben. Ebenso beim Styling: So gab es Engel, Bräute, Paare im Partnerlook, die Regenbogenfarben waren omnipräsent. Ebenfalls mit dabei waren Trommler- und Dudelsack-, oder Biker-Gruppen. Wummernde Bässe, mit denen die Trucks bestückt wurden, sorgten auf der Route für Stimmung.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Zu den promindesten Paradenteilnehmern zählte wohl Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst im knallengen, weißen Latexoutfit. Ihr Ziel bei der Outfitwahl war: "Dass ich gut ausschauen will", sagte sie lachend. Auch vor der Hitze fürchtete sie sich nicht: "Da muss man durch." Sie war mit einem eigenen Truck unterwegs.

Regenbogenparaden-Stammgast Hermes Phettberg ließ sich mit einem Mercedes-Oldtimer chauffieren.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Dass es sich bei der Parade eigentlich nicht um eine Party, sondern vielmehr um eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen handelt, darauf machten zahlreiche Schilder und Plakate aufmerksam. "Gewalt ist die Waffe der Schwachen" oder "Kämpfe mit uns für eine transfreundliche Welt" war zu lesen.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Die Route der Parade führt entgegen der Fahrtrichtung um den Ring, zunächst vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Anschließend führt die Strecke über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai. Schließlich geht es vorbei an der Börse und der Universität zurück zum Rathausplatz.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Nach der Parade ist gegen 19.00 Uhr die Abschlusskundgebung am Rathausplatz avisiert. Dabei werden Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Conchita Wurst sprechen.

(c) APA/AFP/JOE KLAMAR (JOE KLAMAR)

Ein Eye-Catcher und bei Fotografen wie als Selfie-Objekt gleichermaßen beliebt war "Franka" aus München, die sich als wandelnder Schminktisch verkleidet hat. "Ich bin für einen Tag ein Star, das liebe ich", freute sich sie über das Interesse an ihrem Outfit. Wie sie auf die Idee gekommen ist? "Drag, Schminken, Gay, Parade - das ist alles für mich eine Symbiose", sagte sie.

 

 

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Die LGBTIQ-Community sei genauso divers, wie die Beiträge und Outfits der unterschiedlichen Teilnehmer, Demonstrierenden und Zusehern divers seien, sagte Katharina Kacerovsky (nicht im Bild), Organisatorin der EuroPride. "Wir sind bunt und nicht bunt. Wir sind schrill und nicht schrill. Wir sind nicht kategorisierbar."

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Weitere Bilder von der Pride Parade auf der Wiener Ringstraße.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

(c) APA/AFP/JOE KLAMAR (JOE KLAMAR)
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Sommerhitze, Menschenmassen und viel Party: Mit einer halben Stunde Verspätung ist die Wiener Regenbogenparade schließlich gestartet.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Der Zug war heuer rund zwei Kilometer lang. In Summe nahmen 107 Wägen und Fußgruppen an der Parade teil - so viele wie noch nie. Überdies rechneten die Veranstalter, die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI), mit bis zu 500.000 Besuchern. Das wäre ein Rekord.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Kurz vor dem Start hielt Ex-Bundespräsident Heinz Fischer (re.) unter viel Gejohle und Applaus eine kurze Ansprache. Dabei mahnte er Zusammenhalt ein: "Gemeinsam können wir sehr, sehr, sehr viel erreichen." Ebenfalls kurze Reden hielten u.a. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (Mitte), der grüne Bundessprecher Werner Kogler (li.), SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky und NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr. Sie alle unterstrichen, sich für die Rechte von LGBTIQ-Menschen - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen - einzusetzen.

APA/Herbert Neubauer (Collage)

Die sommerlich heißen Temperaturen taten dem Zustrom zur Parade keinen Abbruch: Menschenmassen säumten den Ring, um mit den Teilnehmern zu feiern.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Heuer gab es 107 Beiträge, also Wägen und Fußgruppen, die die Parade bildeten. Das sind laut Organisatoren um 60 Prozent mehr als im Vorjahr.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Bei der Dekoration wurde teils viel Aufwand betrieben. Ebenso beim Styling: So gab es Engel, Bräute, Paare im Partnerlook, die Regenbogenfarben waren omnipräsent. Ebenfalls mit dabei waren Trommler- und Dudelsack-, oder Biker-Gruppen. Wummernde Bässe, mit denen die Trucks bestückt wurden, sorgten auf der Route für Stimmung.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Zu den promindesten Paradenteilnehmern zählte wohl Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst im knallengen, weißen Latexoutfit. Ihr Ziel bei der Outfitwahl war: "Dass ich gut ausschauen will", sagte sie lachend. Auch vor der Hitze fürchtete sie sich nicht: "Da muss man durch." Sie war mit einem eigenen Truck unterwegs.

Regenbogenparaden-Stammgast Hermes Phettberg ließ sich mit einem Mercedes-Oldtimer chauffieren.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Dass es sich bei der Parade eigentlich nicht um eine Party, sondern vielmehr um eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen handelt, darauf machten zahlreiche Schilder und Plakate aufmerksam. "Gewalt ist die Waffe der Schwachen" oder "Kämpfe mit uns für eine transfreundliche Welt" war zu lesen.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Die Route der Parade führt entgegen der Fahrtrichtung um den Ring, zunächst vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Anschließend führt die Strecke über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai. Schließlich geht es vorbei an der Börse und der Universität zurück zum Rathausplatz.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Nach der Parade ist gegen 19.00 Uhr die Abschlusskundgebung am Rathausplatz avisiert. Dabei werden Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Conchita Wurst sprechen.

(c) APA/AFP/JOE KLAMAR (JOE KLAMAR)

Ein Eye-Catcher und bei Fotografen wie als Selfie-Objekt gleichermaßen beliebt war "Franka" aus München, die sich als wandelnder Schminktisch verkleidet hat. "Ich bin für einen Tag ein Star, das liebe ich", freute sich sie über das Interesse an ihrem Outfit. Wie sie auf die Idee gekommen ist? "Drag, Schminken, Gay, Parade - das ist alles für mich eine Symbiose", sagte sie.

 

 

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Die LGBTIQ-Community sei genauso divers, wie die Beiträge und Outfits der unterschiedlichen Teilnehmer, Demonstrierenden und Zusehern divers seien, sagte Katharina Kacerovsky (nicht im Bild), Organisatorin der EuroPride. "Wir sind bunt und nicht bunt. Wir sind schrill und nicht schrill. Wir sind nicht kategorisierbar."

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

Weitere Bilder von der Pride Parade auf der Wiener Ringstraße.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

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(c) APA/AFP/JOE KLAMAR (JOE KLAMAR)