Warnung: Die Rückkehr der Eichen-Prozessionsspinner

Die Raupen mit den Gift-Härchen machen Naherholungsgebiete derzeit teils unbenutzbar.

Vor allem bei empfindlichen Menschen komme es zu heftigen Reaktionen auf die giftigen Härchen der Raupen.
Vor allem bei empfindlichen Menschen komme es zu heftigen Reaktionen auf die giftigen Härchen der Raupen.
Vor allem bei empfindlichen Menschen komme es zu heftigen Reaktionen auf die giftigen Härchen der Raupen. – imago/blickwinkel

Wien. Mehrere Wälder, Teile von Parks oder Gebüsche in Wien sind derzeit de facto unbenutzbar – zumindest, wenn man ein Kind ist, das gern darin herumklettert und sich nicht streng an Wege hält. Aus dem Lainzer Tiergarten, dem Prater, dem Schwarzenbergpark oder der Baumgartner Höhe mehren sich die Berichte über Probleme: Vor allem bei empfindlichen Menschen komme es zu heftigen Reaktionen auf die giftigen Härchen der Raupen. Kindergruppen, etwa in der Ferienbetreuung, meiden diese Gebiete derzeit mitunter komplett.

Die Eichen-Prozessionsspinner haben ihre Blütezeit, gerade im Westen der Stadt, in den Ausläufern des Wienerwaldes, können die Brennhaare der Raupe Jucken, Ausschläge oder stärkere allergische Reaktionen hervorrufen. In mehreren Parks und Wäldern wurden Bäume, Baumgruppen oder Gebüsche, besonders in der Nähe von Spielplätzen abgesperrt. Die Eichenprozessionsspinner treten diesen Sommer stärker auf als in früheren Jahren, sagt Johann Spießlechner vom Wiener Forstamt (Ma 49). Das Forstamt verzichtet auf seinen Flächen aus Naturschutzgründen auf eine Bekämpfung und hat stattdessen zahlreiche Warnschilder aufgestellt: Mit dem Hinweis, die Nähe von Eichen zu meiden.

Die Wiener Stadtgärten bekämpfen die Raupen, aus denen eine Nachtfalter-Art schlüpft, mit einem biologischen Präparat. Auf deren Flächen sei die Situation, heißt es, unter Kontrolle. Mit Ausnahme eines Dickichts im Prater musste nichts gesperrt werden. Obwohl sich die Situation nun, da sich die Raupen bald verpuppen, entspannen sollte, vorbei ist es damit bis in den Herbst hinein nicht. Die Gespinste und Kokons bleiben, die Härchen werden vom Wind vertragen und können noch lange für unangenehme Reaktionen sorgen. (cim)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.07.2019)

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