Der pinke K(r)ampf mit dem Klimaschutz

Kulisse Der Nationalratswahlkampf wird auf Wiener Ebene mindestens ebenso stark vom Klimathema dominiert wie auf Bundesebene. Die Neos Wien versuchen hier eine Flanke zu schließen – auch mit Personalabwerbung von den Grünen.

Penzing-Bezirksrat Roland Kariger wechselt von den GrŸnen zu NEOS Wien
Penzing-Bezirksrat Roland Kariger wechselt von den GrŸnen zu NEOS Wien
Roland Kariger wechselt von Grün zu Neos. – (c) APA/ NEOS Wien (Nina Neuherz)

Wien. Es gibt Gruppen, die profitieren vom Klimawandel, der (nicht nur) Wien den zweitheißesten Sommer der Messgeschichte bereitet hat. Die Rede ist nicht von Eissalons oder Herstellern von Klimaanlagen. Den Grünen hat das Klimathema mit Werten jenseits der zehn Prozent einen politischen Höhenflug in Umfragen gebracht, der die Partei in wenigen Wochen souverän wieder ins Parlament bringen dürfte. Andere haben es hier deutlich schwieriger.

Die Neos zum Beispiel. Ähnlich wie die Freiheitlichen haben sie umweltpolitisch kein merkbares Profil. Das liegt daran, dass sich die kleine Partei (aus Kapazitätsgründen) bisher auf ihren Hauptschwerpunkt konzentriert hat: Kampf gegen Misswirtschaft, Steuergeldverschwendung und politischen Postenschacher. Trotz des Ibiza-Videos überschattete in dem Hitzesommer das Klimathema aber alle politischen Bereiche. Und auch der zweite Neos-Schwerpunkt (Bildung) konnte der Partei nicht wirklich die Flügel heben, wie es Neos Ex-Bundesparteichef Matthias Strolz formulieren würde.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2019)

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