Diskonter, DM und Vinothek: Neues für die Seestadt

Noch im Herbst soll das erste Lokal in das Seeparkquartier einziehen. Dann wird im Norden weitergebaut.

Ein Gebäude fehlt noch, rundherum entstehen Lokale und Geschäfte.
Ein Gebäude fehlt noch, rundherum entstehen Lokale und Geschäfte.
Ein Gebäude fehlt noch, rundherum entstehen Lokale und Geschäfte. – (c) Hörmandinger, Aspern 3420

Wien. Es staubt mitunter ein bisschen, wenn man von der U-Bahn-Station Seestadt Richtung Maria-Tusch-Straße geht. Im Hintergrund wird gebohrt und gehämmert, Baucontainer und Betonsilos säumen den Weg, während Alexander Kopecek von der Entwicklungsgesellschaft Aspern 3420 alle paar Meter stehen bleibt und links und rechts die nähere Zukunft skizziert.

Dort, wo teilweise noch hölzerne Bauzäune die Sicht versperren, sollen die Seestadtbewohner in absehbarer Zeit einkaufen, bummeln sowie essen und trinken können: Bis 2021 sollen in den Erdgeschoßflächen des sogenannten Seeparkquartiers – sozusagen die zweite Phase der Seestadt – 14 neue Lokale und Geschäfte einziehen.

Noch diesen Herbst soll mit einem Café mit Wein und Cocktails am Eva-Maria-Mazzucco-Platz das erste Lokal aufsperren, spätestens um den Jahreswechsel folgt ein gesunder Asiate mit TCM-Touch, danach in dem Holzhochhaus neben der U-Bahn-Station, dessen Bau sich im Endspurt befindet, eine Ströck-Filiale. Weitere Geschäfte, die fix hier einziehen werden, sind ein DM-Drogeriemarkt, der Hörakustiker Hansaton sowie eine Genussgreißlerei und Vinothek. Für den Diskonter Hofer hat man eine kreative Lösung gefunden: Er bekommt für ein Geschäft in Holzmodulbau zunächst einen Platz gleich neben der U-Bahn, wo er noch im Spätherbst eröffnen soll. 2022 zieht er dann direkt ins Seeparkquartier.

Das neue Nahversorgungsangebot funktioniert wie ein Teil der nahen Maria-Tusch-Straße als gemanagte Einkaufsstraße, das heißt: Ein Joint Venture aus Aspern 3420 und dem Shoppingcenter-Entwickler SES vergibt die Geschäftslokale, um einen guten Branchenmix zusammenzubekommen. Im ersten Teil hat das laut Kopecek funktioniert. Alle der dortigen 14 Geschäfte seien nach vier Jahren noch da.

Die Fußgängerzone bekommt zudem 80 Bäume, zahlreiche Bänke und einige Brunnen, die man derzeit nur anhand kreisrunder Markierungen auf dem Boden erahnen kann. Wenn das Seeparkquartier abgeschlossen ist, ist die Seestadt freilich noch lang nicht fertig: Aktuell ist man bei etwa einem Drittel und rund 7200 Bewohnern, bis 2030 sollen mehr als 20.000 Menschen hier leben. Weiter geht es mit dem Bau im Norden, was entlang der U-Bahn schon erkennbar ist. In den kommenden Jahren soll auch das nördliche Ufer des namensgebenden Sees gestaltet werden: Bis 2022/23 soll dort eine Art Flaniermeile mit Lokalen entstehen. (beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2019)

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