„Ursula stress ned“: Protestsong gegen Sperrstunden

Auf YouTube singen DJs und Clubbetreiber gegen Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel an - in einer Adaption des Ohrwurms „Barbra Streisand“. Die Politikerin sieht durchaus Parallelen zur Schauspielerin.

Ursula stress Protestsong gegen
Ursula stress Protestsong gegen
(c) Screenshot YouTube

[Wien/uw] Ursula Stenzel zieht immer – auch auf YouTube. Die Bezirksvorsteherin des Ersten ist seit Kurzem Star des Musikvideos „Ursula stress ned“. Wiener Clubbetreiber und DJs dichten darin den Chart-Hit „Barbara Streisand“ von Armand van Helden & A-Track als Protestsong gegen Sperrstunden und Stenzel um.

Der Clip sei eine „audiovisuelle Unterschriftenaktion“ für eine Aufhebung der Sperrstunde, so einer der Initiatoren, die anonym bleiben wollen. Das Ziel: Dort, wo Clubs keinen stören, soll ohne Zeitlimit gefeiert werden.

Stenzel habe man als Gegner gewählt,  „weil sie für den konservativen ,way of life‘ steht – außerdem ist es witzig“. Findet übrigens auch die Politikerin, denn: „Als Teenager wurde ich typmäßig oft mit Streisand verglichen und habe im privaten Kreis  ihre Lieder gesungen.“

''Ursula Stressned''

Zur Forderung hinter dem Lied will sich Stenzel nicht äußern, sie ist  auch gar nicht zuständig. Die Sperrstunden sind in einer Verordnung des Landeshauptmanns geregelt: Um 4 Uhr ist Schluss, bei Antrag um 6 Uhr an einzelnen Abenden.

Kritik am Status quo kommt auch von Wilhelm Turecek, Obmann der Fachgruppe Gastronomie der Wiener Wirtschaftskammer. Er ist für eine reguläre Ausweitung auf 6 Uhr und dafür, dass sich die Sperrstunde nicht mehr nach Betriebsart (Café, Bar etc.), sondern nach Antrag des Lokalbesitzers  richtet. Änderungen sind laut Rathaus derzeit aber keine geplant.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17. 2. 2011)

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