Tourismus: Taskforce soll Donau beleben

Der Rad- und Schiffstourismus gewinnen an Bedeutung. In Wien hat sich die Zahl der Gäste, die per Schiff kommen, zwischen 2003 und 2009 fast verdreifacht. Die Radfahrer bringen 13 Millionen Gästenächtigungen.

(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)

Wien/Cim. 437.000 Radfahrer sind jedes Jahr zwischen Passau und Wien oder weiter stromabwärts bis nach Bratislava entlang der Donau unterwegs. Sie bringen Österreich 13 Millionen Gästenächtigungen oder eine Wertschöpfung von 71,8 Mio. Euro. Das besagt eine Erhebung der Arge Donau, einer Kooperation der Bundesländer an der Donau und des Wirtschaftsministeriums. Sie soll den Radtourismus gemeinsam mit der Österreich Werbung und den Landestourismus-Organisationen forcieren.

Die Donau gewinnt an Bedeutung – auch dank des Booms von Rad- und Schiffsreisen. In Wien hat sich die Zahl der Gäste, die per Schiff kommen, zwischen den Jahren 2003 und 2009 von 129.000 auf 353.000 fast verdreifacht. „Kreuzfahrtgäste bleiben im Schnitt eineinhalb bis zwei Tage und haben ein besonders hochwertiges Konsumverhalten“, sagt Tourismusdirektor Norbert Kettner. „Die Donau ist eine unserer besten Tourismusmarken“, betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Er hat den Donauraum vor einem Jahr zu einem Schwerpunkt seiner Tourismusstrategie erklärt. „Im qualitativen Bereich haben wir noch Ausbaupotenzial“, sagt Mitterlehner. Im vergangenen Jahr sind 1,5 Mio. Euro an Fördergeldern an kleine und mittlere Betriebe entlang der Donau geflossen. Der typische Radtourist, so die Umfrage, ist im Schnitt knapp sieben Tage unterwegs, fährt am Tag 70 Kilometer und übernachtet gern in kleinen Gasthäusern und Pensionen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2011)

Kommentar zu Artikel:

Tourismus: Taskforce soll Donau beleben

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen