Wien: U6 nach Kabeldiebstahl für Stunden unterbrochen

In der Nacht auf Mittwoch entwendeten Kupferdiebe Signalkabel zwischen Philadelphiabrücke und Tscherttegasse. Der Betrieb der U6 war unterbrochen.

Symbolbild Wiener u6
Symbolbild Wiener u6
(c) Clemens Fabry

In der Nacht auf Mittwoch schlugen erneut Kupferdiebe in Wien zu. Sie entwendeten Signalkabel der U-Bahn-Linie U6 - insgesamt 60 Meter Kupferkabel - und verursachten großen Schaden an den Anlagen im Abschnitt zwischen Philadelphiabrücke und Tscherttegasse, berichteten die Wiener Linien.

Für die notwendigen Reparaturarbeiten war die U6 am Mittwoch ab 11 Uhr unterbrochen. Die Station Tscherttegasse musste geschlossen werden. Züge verkehrten nur zwischen Floridsdorf und Philadelphiabrücke sowie zwischen Siebenhirten und Schöpfwerk. Für die Zeit der Schadensbehebung richteten die Wiener Linien einen Ersatzverkehr mit acht Bussen zwischen Philadelphiabrücke und Alterlaa ein.

"Wir planen, die Reparaturarbeiten bis zur Nachmittagsspitze abgeschlossen zu haben", sagte Dominik Gries, Pressesprecher der Wiener Linien.  Um 13.30 Uhr konnte der Betrieb zwischen Philadelphiabrücke und Siebenhirten früher als erwartet wieder aufgenommen werden.

Die durch den Diebstahl entstandenen Schäden an der Signalanlage waren auch die Ursache für Verzögerungen im Frühverkehr. "Wir waren nur provisorisch und mit besonderer Vorsicht unterwegs", sagte Gries.

Die Wiener Linien wollen nun den Austausch der Kupferkabeln durch andere weniger gefährdete Materialen - sofern technisch möglich - beschleunigen. Zuletzt hatten es Kupferkabeldiebe Ende November auf die Stationen der U-Bahn abgesehen. An einem Wochenende wurde erst versucht, ein Starkstromkabel der U4 zu stehlen, am darauffolgenden Sonntag war ein Kabel der U6 das Ziel der Diebe. Unbekannte entwendeten mehrere hundert Meter Kupferkabel.

(Ag.)

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