Von Gusenbauer bis Spera: Kurz holt sich prominente Berater

Eine bunte Runde soll den Außenminister unterstützen. Mit dabei sind ein früherer Bundeskanzler, eine Museumsdirektorin und die Hotel-Sacher-Chefin.

Außenminister Sebastian Kurz
Außenminister Sebastian Kurz
Außenminister Sebastian Kurz – (c) APA/EPA/NICOLAS BOUVY (NICOLAS BOUVY)

Wien. Als Teil der Strategiearbeit des österreichischen Außenamtes holt Außenminister Sebastian Kurz eine Reihe externer Berater mit ins Boot. An den Sitzungen des neuen Beraterforums sollen auch die Spitzen des Außenamtes teilnehmen. Der Teilnehmerkreis ist nicht fix und hängt von der jeweiligen Themenstellung ab.

Die neue informelle Beratergruppe ist eine bunte Mischung von Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur: Ihr gehören unter anderem der ehemalige Generalsekretär im Außenamt Albert Rohan an, der als ausgewiesener Balkan-Kenner gilt. Auch Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ist mit dabei. Er hat zuletzt den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew beraten.

Dazu kommen Ex-Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, aber auch Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, die Direktorin des Jüdischen Museums in Wien und Ex-ORF-Journalistin, Danielle Spera, sowie Antonella Mei-Pochtler und Georg Kapsch.

Das Beraterforum ist laut Außenamt eines der Standbeine der Strategiearbeit – neben dem neuen Strategie- und Planungsstab, den der Außenminister kurz nach Amtsantritt eingerichtet hat. Der Stab soll mit dem Generalsekretär, dem politischen Direktor und den Sektionsleitern an außenpolitischen Konzepten arbeiten.

"Migrationsrat für Österreich"

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Regierung Prominente zur Seite stellt. So jubelte zuletzt auch VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner über einen "zukunftsweisenden Schritt". Gemeint war der "Migrationsrat für Österreich", der künftig Ratschläge erteilen soll.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.04.2014)

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