Jemen: Bei Luftangriffen Krankenhaus getroffen

Mindestens 15 Menschen starben, mehr als 25 wurden verletzt. Den Luftangriff flog eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition.

A dead body is seen at the site of a Saudi-led air strike on a hospital in Abs district
A dead body is seen at the site of a Saudi-led air strike on a hospital in Abs district
Angriff auf ein Krankenhaus – (c) REUTERS (STRINGER)

Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 25 weitere verletzt worden. Das teilte der zuständige Gesundheitsdirektor Ayman Madkur am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Bei der Klinik handle es sich um eine von der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) unterstützte Einrichtung in Hajja im Norden des Landes. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder.

Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter der Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden, sagte Madkur. Die Region werde von den Houthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis militärisch vorgeht. Der Luftangriff habe die Notaufnahme der Klinik getroffen. Rettungsteams seien im Einsatz.

Das saudi-arabisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule im Norden des Bürgerkriegslandes Jemen mindestens zehn Kinder getötet worden.

 

Zehn Kinder starben ein Angriff auf Koranschule

Erst am Samstag waren nach Angaben von MSF bei Luftangriffen der Koalition auf eine Koranschule in der Provinz Saada im Nordwesten des Landes zehn Kinder getötet und 28 weitere verletzt worden. Die Koranschule liegt ebenso wie das Krankenhaus in Abs in einem Gebiet, das von den Houthi-Rebellen kontrolliert wird.

 

(APA/AFP/Reuters)

Lesen Sie mehr zum Thema
Kommentar zu Artikel:

Jemen: Bei Luftangriffen Krankenhaus getroffen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen