Petzner: Aufstieg und Fall von Haiders ''Lebensmensch''

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Stefan Petzner muss als Chef des Kärntner BZÖ gehen. Zuvor gab er zu, ohne Führerschein Auto gefahren zu sein - wegen eines "medizinischen Notfalls", wie er betonte.(c) APA/GERT EGGENBERGER (GERT EGGENBERGER)
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Nach dem Unfalltod Jörg Haiders 2008 hatte es anfänglich so ausgesehen, als würde Petzner eine tragende Rolle bei der Weiterführung von Haiders politischem Erbe spielen. Doch das ist nun endgültig vorbei.(c) APA
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Der junge Steirer stammt aus einem freiheitlichen Elternhaus in Steirisch-Laßnitz. "Ich habe die Politik von Kindesbeinen an mitbekommen. Mein Vater ist in der Steiermark seit über 30 Jahren als Ortsparteiobmann der Freiheitlichen aktiv. Ich habe somit die Politik immer miterlebt und habe immer das Ziel gehabt, selber mitgestalten zu können", so Petzner.(c) APA
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Petzner studierte Publizistik an der Universität in Klagenfurt. Bereits in Studienjahren engagierte er sich politisch und war Sprecher der Freiheitlichen Studenten in Klagenfurt.(c) APA
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2004 wurde der der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider auf den jungen Steirer aufmerksam und holte Petzner als Pressesprecher in die Kärntner Landesregierung.(c) APA
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Von da an ging es steil bergauf: Im Juni 2006 stellvertretender BZÖ-Bundesobmann, im November geschäftsführender Kärntner Landesparteichef. Für die Ortstafel- und Anti-EU-Kampagne zeichnete er ebenso verantwortlich wie für die Nationalratswahlkampagnen 2006 und 2008.

Schließlich wurde er im Sommer 2008 auch noch - gemeinsam mit Martin Strutz - Generalsekretär des BZÖ .(c) APA
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Einer breiten Öffentlichkeit bekannt machten Petzner allerdings erst die Fernsehbilder von seiner Pressekonferenz am Tag nach dem Unfalltod seines Mentors Haider am 11. Oktober 2008, in denen der braungebrannte Steirer mit Kärntner Akzent tränenreich über seinen "Lebensmenschen" Haider berichtete. Tags darauf wurde er zu Haiders Nachfolger als Bundesparteichef designiert und sagte, er wolle in den "großen Schuhen" seines Vorgängers "gehen, nicht fallen".(c) APA
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Doch die plötzliche Medienpräsenz erwies sich als tückisch: In mehreren Interviews berichtete Petzner tränenreich und emotional über seine persönliche Beziehung zu Haider, erregte damit öffentliches Aufsehen und parteiinternen Unmut. Erst nach einer Woche verordnete er sich selbst einen Interview-Stopp und verkündete: "Ich muss mich vor mir selber schützen."(c) APA
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Doch Petzners parteiinterner Aufstieg war danach zu Ende: Klubchef wurde im Oktober 2008 der Kärntner Josef Bucher. Und im November 2008 folgte auch der Abtritt Petzners als designierter BZÖ-Obmann.

Im April 2010 gab Petzner dann bekannt, dass er das Amt des Generalsekretärs des BZÖ niederlegen werde, weil er sich auf seine Aufgabe als Landesparteiobmann des BZÖ Kärnten konzentrieren möchte. Doch nun ist auch das vorbei. Nur sein Nationalratsmandat gab Petzner nicht auf.(c) APA/DANIEL RAUNIG (DANIEL RAUNIG)
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