Alfons Adam: "Homosexualität ist eine Krankheit"

Alfons Adam, Spitzenkandidat von "Die Christen", stellte sich den Fragen der DiePresse.com-User. Die Diskussion drehte sich vor allem um Adams Einstellung bei den Themen Gender-Mainstreaming und Homosexualität. Hier finden Sie die Nachlese.

Alfons Adam
Alfons Adam
  • 11:56 Alfons Adam

    Ich möchte allen Fragestellern ein herzliches Grüß Gott sagen und freue mich auf Ihre Fragen.


  • 12:07 PhilippWalderdorff

    Das Wahlprogramm der Christen kann ich voll unterschreiben. Wenn ich mirt mir bekannte praktizierende Christen auf die se Wahlmoeglichkeit anspreche, hoere ich die Einwaende: Keine ausreichende Profilierung f. eine Regierungsarbeit. Schwaechung des Konservativen Lagers und damit indirekt Staerkung der Parteien, die dann die Homo-Ehe einfuehren werden. Als weiterfes Argument gegen "Die Christen" wird der Name angefuehrt, der in gleicher Weise wie die Zeitung "Oesterreich" zu sehr ein Allgemeingut f. eigene Zwecke beansprucht, denn Christen gibt es - Gott sei Dank - in allen Lagern. Dennoch werde ich "Die Christen" waehlen, da ich die hier angesprochenen Werte in der OeVP wohl im Grundsatzprogramm lese, niacht aber erfuellt sehe.

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Ich versuche die einzelnen Fragen nacheinander zu beantworten. Gedanken zu einer Regierungsarbeit haben wir uns noch nicht gemacht, weil wir in einem ersten Schritt den Einzug in den Nationalrat anstreben und dieses Fußfassen in der Politik dazu verwenden wollen, unser Gedankengut auch unter Fernstehenden zu verbreiten. Was das konservative Lager betrifft möchte ich sagen, dass ich ein solches nicht mehr wahrnehmen kann. Es ist hier nicht der Platz ausführlich zum sogenannten Gender-Mainstreaming Stellung zu nehmen. Dieses Leitprinzip der EU und der österreichischen Politik ist im wesentlichen auf Abschaffung des biologischen Geschlechtes und auf Umerziehung schon im Kindesalter gerichtet. Es soll also nicht mehr Mann und Frau geben, vielmehr werden Lebensweisen wie Heterosesuell, Homosexuell, Bi- oder Transsexuell als gleich angeboten. Das ist ein Angriff auf die Schöpfungsordnung, auf das christliche Bild von Ehe und Familie und auf den christlichen Glauben überhaupt. Außerdem ist diese Gender-Ideologie eine zwangsweise verordnete Staatsideologie. Wenn wir nicht aufpassen, landen wir in einem totalitären Staatsgebilde. Und diese Gender-Ideologie wird von allen im Parlament vertretenen Parteien gut geheißen. Das ist gleichzeitig auch die Antwort auf die Frage, ob es Christen in allen Lagern gibt. Es gibt sie nämlich schon lange nicht mehr. Ich könnte Beispiele dafür anführen, wie sehr die Führungsspitze der ÖVP von dieser anti-christlichen Ideologie geprägt ist und als der frühere FPÖ-Abgeordnete Klement in einer Nationalratsdebatte von "Gender-Wahnsinn" sprach, führte das zum Ausschluss aus der FPÖ. Unser Parteiname ist genauso wenig vereinnahmend wie andere Parteinamen. ÖVP bedeutet auch nicht, dass alle Nicht-ÖVP-Anhänger keine Österreicher wären. Und der SPÖ unterstellt niemand, dass sie alle anderen als unsozial hinstellen möchte. Tatsache ist aber, dass man seit etwa 30 Jahren von einer pointiert christlichen Politik nichts mehr merkt.


  • 12:13 nunu

    Warum ist die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren für sie so ein Dorn im Auge?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Ich möchte vorausschicken, dass es uns als Christen schlecht anstünde, Homosexuelle zu diskreditieren oder sogar mit Hass zu verfolgen. Tatsache ist aber, dass Homosexualität keine Veranlagung ist, sondern eine auf seelische Erkrankung beruhende Neigung, die heilbar ist. Das haben alle Fachleute gewusst, bis linke Ideologen Homosexualität als Mittel zur Zerstörung des christlichen Bildes von Ehe und Familie instrumentalisiert haben. Die homosexuelle Lebensweise schadet dem Gemeinwohl und Kinder und Jugendliche dazu zu verführen führt in eine soziale Katastrophe. Unsere Einstellung gründet einerseits auf klaren Vorgaben in der Bibel, was für die bei uns mitarbeitenden evangelischen und evangelikalen Christen ausschlaggebend ist, für uns Katholiken gilt zusätzlich ein Lehrschreiben der Glaubenskongregation aus 2003, unterfertigt von Kardinal Ratzinger, welches Katholiken und insbesondere katholischen Politikern die schwere sittliche Verpflichtung auferlegt, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um eingetragene Partnerschaften zu verhindern. Im Klartext: Wenn man uns Christen verbieten will, diese Wahrheit über den Menschen klar zu sagen, ist das bereits eine Art von Christenverfolgung.


  • 12:15 dopi

    Sehr geehrter Herr Alfons Adam! Ich bin 17 Jahre alt und lebe in einer äußerst glücklichen Beziehung mit meinem ebenfalls homosexuellen Freund. Wir fühlen uns sehr wohl so wie wir sind und sind auch aktiv dabei die Gesellschaft aufzuklären was Homosexualität ist! Ich habe mir sehr Aufmerksam Ihr Wahlprogramm durchgelesen und bin zum Schluss gekommen, dass Ihre Thesen, meiner Meinung nach, extrem Veraltet sind! Wie können Sie in einer so modernen Welt, in der wir leben, im Ernst behaupten, dass Homosexualität eine Krankheit ist? Diese These ist erstens wissenschaftlich wiederlegt und zweitens wissen sie genau so gut wie ich, dass Sie Menschen diskriminieren! Sie wissen nicht wie schwer das ist, wenn man erkennt, dass man nicht wie alle anderen ist! Ich muss Sie bitte Ihren Standpunkt definitiv neu zu hinterfragen!

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Wir haben uns alles gut überlegt. Es gibt keine wissenschaftliche Erkenntnis, dass Homosexualität angeboren wäre, ganz im Gegenteil.


  • 12:17 Heide Rampetzreiter

    Wie stehen Sie zur Trennung zwischen Kirche und Religion? Sollen in den Klassenzimmern staatlicher Schulen Kruzifixe hängen?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Wir sind für eine Trennung von Kirche und Staat, aber nicht für eine Trennung von Glaube und Religion. Auch gläubigen Christen muss wie allen anderen Staatsbürgern das Recht zustehen, ihre Vorstellungen über Recht, Politik und ähnliches in die öffentliche Diskussion einzubringen. Kruzifixe aus den Klassenzimmern entfernt wurden meines Wissens zuletzt unter Adolf Hitler.


  • 12:18 wincent

    Es existiert u.a. in Vorarlberg eine Sekte "Die Christen" - haben Sie mit diesen etwas zu tun?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Davon höre ich zum ersten mal. Wenn es so etwas gibt, kann ich nur sagen, dass wir keinerlei Kontakt haben.


  • 12:19 GNWP_13

    Soll ethikunterricht in schulen eingeführt werden?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Auf diese Frage könnte ich nur antworten: Wenn mir die geplanten Unterrichtsmaterialien bekannt wären. Ich weiß aber nicht, ob es Vorstellungen über die Inhalte eines solchen Unterrichts überhaupt schon gibt.


  • 12:21 nunu

    Heißt ihre Abneigung gegen das Gender-Mainstreaming auch, dass sie gegen die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen sind? Oder sollen Frauen gar nicht arbeiten gehen?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Zur ersten Frage: Das heißt es nicht. Gender-Mainstreaming ist ja nur vordergründig die Bestrebung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ob Frauen arbeiten gehen sollen oder nicht, soll ihre Entscheidung bleiben. Wir wollen sicher keinen Staat, der in die Privatsphäre eingreift.


  • 12:23 Super Webchecker

    Wenn Sie Frauen zur Kinderbetreuung zu Hause haben wollen, was empfehlen Sie ihnen für die Entwicklung ihrer beruflichen Perspektiven zur Vermeidung finanzieller Abhängigkeit?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Wir haben eine konkrete politische Forderung und die richtet sich auf Einführung des Müttergehalts. Wir glauben nämlich, dass ein Volk ohne Kinder keine Zukunft hat und daher darauf gesehen werden muss, dass der Beruf der Mutter gesellschaftlich und finanziell als das anerkannt wird, was er ist, nämlich zumindest ein sehr wichtiger wenn nicht der wichtigste Beruf überhaupt. Zu diesem Thema haben wir auch ein Einleitungsverfahren zu einem Volksbegehren laufen.


  • 12:25 Miles

    was halten sie von der trennung kirche-staat

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Ich bin dafür. Wir müssen eher aufpassen, dass wir nicht eine neue Staatsreligion in Form des Gender-Mainstreaming bekommen. Diese Ideologie ist fernab jeder wissenschaftlichen Erkenntnis.


  • 12:27 Dokl

    Bei den Christen geht es mir gleich wie mit der Katholischen Kirche: Warum sollte ich bei einem Verein Mitglied sein bzw. einen wählen, wenn ich als Frau nicht anerkannt werde? In der Kirche haben Frauen nur Pflichten und keine Rechte.

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Wir haben Frauen als Mitarbeiter und Funktionäre als Spitzenkandidaten in einigen Ländern und sie prägen zweifellos unsere Arbeit mit. Als Katholik kann ich zur Frage der Gleichberechtigung in der Kirche nur sagen, dass das mit unserer politischen Arbeit nichts zu tun hat und aus einer ganz anderen Sicht zu beurteilen wäre.


  • 12:30 Heane

    Die Christen stehen dafür, dass Kinderbetreuungsplätze insbesondere für unter 3-Jährige abgeschafft werden. Was sind die Gründe dafür?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Es gibt neueste Ergebnisse der Gehirnforschung, die nur bestätigen, was Soziologen und Psychologen und die allgemein menschliche Erfahrung immer schon gewusst haben. Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr gehören wenn möglich zu Mutter und sonst nirgendwo hin. Es ist erwiesen, dass das für die körperliche und seelische und intelligenzmäßige Entwicklung bedeutsam ist. Außerdem haben wir den Verdacht, dass Kinderkrippen zur gender-mäßigen Umerziehung benutzt werden, wofür es bereits ganz konkrete Beweise gibt. Uns fehlt bei allen familienpolitischen und erziehungspolitischen Bestrebungen immer die Sicht auf das Kindeswohl.


  • 12:33 ghostwriter

    Wie stehen sie zum Thema des Moschee/Minarettverbots, den einige Politiker fordern. Sehen sie Moscheen auch als "artfremd" in Österreich an und ist für sie die Präsenz des Kruzifix in den Klassenzimmern nicht eine Provokation anderen Glaubensrichtungen gegenüber (P.S. ich bin kein Muslim, sondern Taufscheinchrist)?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Man muss wissen, dass eine Moschee mit einer christlichen Kirche nicht vergleichbar ist. Es gibt im Islam keine Trennung von Religion und Staat. Das Minarett ist ein Symbol dafür, dass ein Land vom Islam in Besitz genommen werden soll. Ich teile hier die Ansicht des Bischofs von Feldkirch, dass derartiges nicht in unseren Kulturraum passt. Eine Diskussion darüber sollte überhaupt erst geführt werden, wenn Christen in muslimischen Ländern ihre Religion ungehindert leben dürfen. Es mag sein, dass Kruzifixe von irgendjemand als Provokation empfunden werden, aber wir haben noch niemanden gezwungen, in unserem Land zu bleiben.


  • 12:36 Johann Wutzlhofer

    Finden Sie es richtig, dass eine Partei den Namen der allen Christen zusteht für ihre Anliegen gebrauchen soll?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Warum nicht? Wir wollen mit diesem Namen ein Bekenntnis zum Ausdruck bringen, unsere Identität betonen und auch eine persönliche Verpflichtung übernehmen. Wir haben ja nicht das Problem, dass sich zuviele Menschen als Christen bekennen, sondern zuwenige. Ich gebe aber zu, dass wir mit unserem Namen auch aus politisch-taktischen Gründen unsere neuheidnische Spaßgesellschaft etwas provozieren wollten.


  • 12:37 Anno Nym

    Wie ist ihre Einwanderungspolitik?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Unsere politische Vision ist grundsätzlich anders als die heutige Diskussion verläuft. Wir wollen darauf hinwirken, dass die einheimische Bevölkerung wieder Kinder hat. Wenn wir ein junges Volk sind, dann haben wir auch keine Probleme mit einem gewissen Prozentsatz an ausländischen Zuwanderern.


  • 12:39 wincent

    Nehmen wir mal an sie bekommen genug Stimmen um ins Parlament einzuziehen. Mit welcher Partei würden sie in Koalition gehen?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Diese Frage wurde bei uns intern noch nicht beraten. Ich bin mir aber sicher, dass wir dann an einer Regierungsbeteiligung kein Interesse haben, wenn nicht zumindest einige grundlegende Forderungen durchsetzbar sind. Wir wollen zum Beispiel kein Gender-Mainstreaming als Leitprinzip der Politik und keine Abschiebung der Kinder in Aufbewahrungsanstalten.


  • 12:44 onlineshop

    Die Entscheidung ob eine Frau eine Abtreibung vornehmen lässt oder nicht ist eine persönliche Entscheidung einer jeden Frau! Ich finde ihre Einstellung zu diesem Thema untragbar und nicht nachvollziehbar!

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Unsere Einstellung mag für viele untragbar sein, jedenfalls zur Zeit noch. Nachvollziehbar ist sie ganz sicher, wenn man weiß, dass der Mensch von der Empfängnis an Mensch ist und nicht durch die Schwangerschaft erst zum Menschen wird. Wir wollen daher, sobald wir politisch Fuß gefasst haben, als erstes unsere Mitbürger über diese Tatsache aufklären und weiters klarmachen, was bei einer Abtreibung wirklich geschieht. Wir wollen auch den Frauen sagen, dass es ein Post-Abortion-Syndrom gibt, dass also etwa 80 Prozent der Frauen nach Abtreibung, manchmal ihr Leben lang, seelisch und/oder körperlich unter den Folgen leiden. Wenn das ungeborene Kind ein Mensch ist wie wir alle, dann muss es auch ein Recht auf Leben haben und der Staat muss die Verpflichtung übernehmen, dieses Leben mit dem Wert dieses Rechtsguts entsprechenden Mitteln zu schützen. Auch die Mutter selbst darf nicht das Recht haben, ihr eigenes Kind zu töten.


  • 12:47 skues

    Was ist die Einstellung Ihrer Partei zur Europäischen Union?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Ich selbst komme aus der Paneuropa-Union und bin dort auch Mitglied. Dort war unser Bestreben immer, dass es zu einem christlichen Europa der Vaterländer kommt. Ein europäischer Zentralstaat ohne Gewaltenteilung, der insbesondere wegen der Gender-Ideologie totalitäre Tendenzen hat, kann nicht unser Ziel sein bzw. unsere Zustimmung finden. Daher sind wir sicher froh darüber, dass durch das Nein Irlands Sand ins Getriebe gekommen ist. Und natürlich können wir uns auch nicht vorstellen, dass mit einem Vollmitglied Türkei von einer Europäischen Union überhaupt noch gesprochen werden kann. Doch grundsätzlich haben wir nichts gegen ein vereintes Europa einzuwenden.


  • 12:50 Bombur

    Wie stehen sie zum Thema Abtreibung? Und weiters bei einem Verbot von Abtreibungen, wie hoch würden sie das Staftmaß für illegale Abtreibungen ansetzen für Mutter und Arzt?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Das Strafmaß für illegale Abtreibungen ist nicht der wesentliche Punkt. Uns geht es grundsätzlich darum, dass das Leben des ungeborenen Kindes auch durch das Gesetz geschützt wird. In der Praxis müsste das dann so aussehen, dass in jedem einzelnen Fall geprüft wird, ob eventuell Schuldausschließungsgründe oder Strafmilderungsgründe oder ähnliches vorliegt. Ich persönlich wäre für eine sehr strenge Bestrafung von gewerbsmäßigen Abtreibungen. Gewerbsmäßigkeit wird ja auch bei anderen Delikten entsprechend berücksichtigt. Außerdem sollten Anstifter, also diejenigen, die eine Frau zur Abtreibung bringen, strenger bestraft werden.


  • 12:52 epek

    Wären Sie dafür, dass die Kindesväter ein Einspruchsrecht gegen den pränatalen Kindesmord durch die Frau erhalten sollten?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Diese Frage kann ich mit Ja beantworten, allerdings würde sich eine solche Überlegung erübrigen, wenn das Leben des Kindes den vollen gesetzlichen Schutz hat.


  • 12:54 wincent

    Haben Sie auch Lösung gegen das derzeit zentrale Wahlkampfthema "die Teuerung"?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Ich glaube, dass hier Scheingefechte stattfinden. Die wirtschafliche Verflechtung in Europa und weltweit ist so groß, dass unsere Regierung hier kaum Einfluss nehmen kann. Wir meinen daher, dass insbesondere bei sozial Schwachen eine staatliche Unterstützung notwendig wäre. Und da gibt es eben unsere Forderung nach einem Müttergehalt, nach Familiensplitting im Steuerrecht und auf Anpassung des Familiengeldes an jene Sätze, die von den Gerichten im Unterhaltsverfahren als Regelbedarf zugesprochen werden.


  • 12:58 nunu

    Wie stehen Sie zu den Forderungen von Straches FPÖ, das Kopftuch von muslimischen Frauen verbieten zu wollen? Sehen Sie den Islam als Bedrohung in Österreich?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Die Kopftuchfrage ist für mich persönlich nicht so wichtig. Dass eine Islamisierung Österreichs und Europas bedeuten würde, dass wir unseren Kindern ein ganz anderes Land hinterlassen, kann wohl niemand bestreiten. Aber unser Konzept gegen eine solche Islamisierung sieht anders aus. Ich sage immer, dass ich es den bei uns lebenden Moslems hoch anrechne, wenn sie sich in unserer Gesellschaft nicht integrieren wollen. Wir wollen darauf hinarbeiten, dass unser Land wieder christlicher wird, dass der christliche Glaube im öffentlichen Bereich eine wesentliche Rolle spielt, dass das christliche Menschenbild Leitprinzip unserer Politik wird, und wenn wir uns den Moslems als eine solche Gesellschaft präsentieren, dann habe ich die Hoffnung, dass unser christlicher Glaube für sie interessant und anziehend wird.


  • 12:59 flutsch

    Welcher Film oder welches Musikstück charakterisiert die Anliegen der Christen am besten?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Da bin ich ehrlich gesagt jetzt überfragt.


  • 13:00 rrrosa

    Sie sind gegen Kindergrippen. Sind sie auch dagegen, dass sich Mann und Frau die Kinderbetreuung partnerschaftlich aufteilen? Was halten Sie von Karenzvätern?

    ANTWORT VON Alfons Adam:
    Zur Kinderbetreuung kann ich nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben: Ich habe unsere Kinder auch gewickelt und gebadet, aber besonders perfekt war ich dabei nie und es war immer eine gewisse persönliche Belastung, wenn ich in der Früh in meine Kanzlei ging und unsere Kinder in einem Alter, wo sie besonders reizend sind, dann eben tagsüber nicht sehen konnte. Mir erschien das aber ganz natürlich. Ich glaube dass die wichtigste Bezugsperson für Kinder die Mutter ist und halte daher nichts von einer Väterkarenz. Aber ausdiskutiert haben wir diese Frage in unserer Partei bisher nicht.


  • 13:03 DiePresse.com.Moderator

    Vielen Dank an Alfons Adam, dass er sich für den Chat Zeit genommen hat und natürlich auch an unsere Leser für die Fragen. Wir sehen uns wieder beim Wahlchat mit SPÖ-Klubobmann Josef Cap am 15. September um 12 Uhr.


  • 13:04 Alfons Adam

    Ich möchte mich auch meinerseits von den Fragestellern verabschieden und habe die Hoffnung, dass ich zur Meinungsbildung und Aufklärung über unsere wirklichen Absichten und Vorstellungen beitragen konnte.


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