Wahlkampf skurril: 'Geile' ÖVP, 'schwule' FPÖ, 'blutige' SPÖ

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Schweiß fließt im Wahlkampf wohl bei allen Politikern - bei der Wiener SPÖ aber auch Blut: Mehrere Kandidaten spendeten aus Protest gegen den "Wiener Blut"-Slogan der FPÖ ihr Blut.

Die Aktion der SP-Politiker mit Migrationshintergrund stand unter dem Motto "Wiener Blut - Vielfalt tut gut".(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Seit 1940 gibt es in Wien-Simmering eine Strachegasse, benannt nach dem Gastechniker Hugo Strache.

Nun soll die Gasse umbenannt werden: Die Grünen beantragten wenige Wochen vor der Wahl eine "Vornamen-Ergänzung", um jede Verwechslung mit Namensvetter Heinz-Christian auszuschließen.(c) APA (ROBERT JAEGER)
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Strache selbst will sich statt mit einer Gasse lieber mit einer Büste ein Denkmal setzen. Er hat laut einem Bericht der Zeitschrift "Format" den Künstler Carlo Wimmer beauftragt, eine Bronze-Skulptur von sich zu gestalten.

Ein Foto der noch unfertigen Büste veröffentlichte der FPÖ-Chef auf Facebook. Dort gründete sich prompt eine Gegen-Gruppe unter dem Titel "Schickts die Büste in die Wüste".(c) Screenshot Facebook
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"Schwarz macht geil", findet die Junge ÖVP und tourt mit einem Hummer vulgo "Geil-o-Mobil" durch die Stadt.

Die Kampagne komme bei der Jugend gut an, meinte VP-Spitzenkandidatin Christine Marek im "DiePresse.com"-Chat.(c) Kronbichler
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SP-Bürgermeister Michael Häupl wurde unlängst zum "Feinschmecker des Jahres" gewählt. Im Wahlkampf darf es statt Haute Cuisine aber auch mal Fast-Food sein: Bei McDonald's bereitete der "Burgermeister" höchstpersönlich eine Portion Eierspeise zu. Das dadurch verdiente Geld ging an Überschwemmungsopfer in Pakistan.(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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FPÖ-Spitzenkandidat Strache griff im Wahlkampf wieder einmal zur musikalischen Waffe. In "HC goes 'Wiener Blut'" rappt er im Kreuzreim vor allem gegen die SPÖ: "Islamisten auf dem Vormarsch! Minarett samt Muezzin. Das wollen Rote installieren, aber sonst kein Mensch in Wien!"(c) APA/ANDREAS PESSENLEHNER (ANDREAS PESSENLEHNER)
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Und noch ein Rap: Die FPÖ warf dem Rapper Nazar, der laut den Freiheitlichen im Umfeld der SPÖ steht, Beleidigung und Gewalt-Verherrlichung vor. In einem seiner Werke heißt es in Richtung Strache: "Guck, ich spuck auf deinen Verein - und f... ich deine Mutter, ist dein Blut wieder rein (--> der Rap auf Youtube).(c) Screenshot YouTube
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Gleich mehrere Comics sorgten im Wahlkampf für Aufregung: Die FPÖ versandte "Sagen aus Wien", in denen unter anderem ein Bub aufgefordert wird, einem Türken ("Mustafa") mit der Steinschleuder eine "aufzubrennen".(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Die Grünen verteilten einen Comic, in dem VP-Innenministerin Maria Fekter beim Teufel anruft, um sich "frische Ideen fürs Asylgesetz" zu holen. Der Teufel hat dafür ein "bewährtes Konsulententeam" mit Hitler, Stalin, Mussolini und Pinochet um sich geschart.

Die Zeichnung entstand im Frühjahr bei der Veranstaltung 'Zeichnen gegen Rechts' und wurde den Grünen zufolge "versehentlich" im Wahlkampf verteilt.
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Die ÖVP machte mit ihrer ersten Plakat-Welle Werbung für SP-Bürgermeister Häupl. "Frischer Wind für Wien" sollte ihn auf den Plakaten wegwehen, den meisten Wienern fiel aber wohl nur auf, dass der Bürgermeister noch nie so gut ausgesehen hat. Das sah offenbar auch Häupl selbst so: "Wir übernehmen gerne die Rechnung", richtete er der ÖVP aus.(c) Clemens Fabry
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"Wir sind die einzige Partei, die 17 Jahre von einem Schwulen geleitet wurde", sagte FPÖ-Gemeinderat Gerald Ebinger bei einer Wahlkampf-Veranstaltung. Die Parteiführung war wenig erfreut über diese Anspielung auf Jörg Haider.(c) APA/BZOE (BZOE)
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Die SPÖ motiviert ihre Anhänger zu skurrilen Wahlkampf-Aktionen: Auf der Seite "Team für Wien - Mission 2010" wird etwa "Mundfunk" (sich in der Öffentlichkeit über die Vorzüge des Bürgermeisters unterhalten), Liegenlassen von Info-Material in Öffis oder Improvisationstheater angeregt.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
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Die Freiheitlichen machen sich über den von den Sozialdemokraten verteilten Traubenzucker lustig. Die von der SPÖ verteilten "Wahlzuckerl" sind seit zwei Jahren abgelaufen. "Das ist nicht mehr lustig, das gefährdet die Gesundheit der Wiener", sagt dazu FPÖ-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein.(c) FPÖ
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