Vier Tage im März: Ein Land, das auf Hitler gewartet hat?

Die Opfertheorie ist bereits seit Längerem im Museum der Nachkriegsmythen gelandet. Doch was sagen uns die Historiker heute? Wie sollen wir die Annexion durch Nazi-Deutschland im März 1938 heute sehen? Die revolutionäre Machtübernahme von außen hat auch evolutionäre Züge, sie sind im Inland zu finden.

Viel Jubel begleitete die deutschen Truppen, hier ein Musikzug der Wehrmacht und Frauen in Kufstein.
Viel Jubel begleitete die deutschen Truppen, hier ein Musikzug der Wehrmacht und Frauen in Kufstein.
Viel Jubel begleitete die deutschen Truppen, hier ein Musikzug der Wehrmacht und Frauen in Kufstein. – Scherl / SZ-Photo / picturedesk.com

Es greift zu kurz, den „Anschluss“ von 1938 als „deutsche Okkupation“, als „Griff nach Österreich“ und „Finis Austriae“ zusammenzufassen. Das galt lange Zeit als offiziöse Geschichtsinterpretation, die Opferrolle Österreichs war dogmatisch festgelegt. Hitler habe, so der Ausgangspunkt der These, nach einem vorgefassten Plan die Auslöschung Österreichs betrieben. Der Kleinstaat als wehrloses Opfer.

Das ist drin:

  • 6 Minuten
  • 1046 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen