Hightech aus dem Elefantenhintern

Aus dem Dung grasfressender Tiere lässt sich ein wertvoller Rohstoff gewinnen: Nanozellulose, mit der Wasserfilter oder Elektronikbauteile produziert werden könnten. Das Verfahren stammt von Wiener Forschern.

Das Material für ihre Versuche holen die Forscher direkt aus dem Tiergarten Schönbrunn.
Das Material für ihre Versuche holen die Forscher direkt aus dem Tiergarten Schönbrunn.
Das Material für ihre Versuche holen die Forscher direkt aus dem Tiergarten Schönbrunn. – (c) Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupanc

Die Idee kam Alexander Bismarck 2011 im Urlaub auf Kreta. Er saß mit seinem Schwiegervater auf dem Balkon und beobachtete, wie die Ziege des Nachbarn am trockenen Gras knabberte. Der Chemiker, der sich damals am Imperial College in London damit befasste, wie sich Zellulose mithilfe von Bakterien herstellen lässt, begann zu grübeln. „Ich überlegte: Welche Stoffe entnimmt die Ziege, um zu wachsen – und was bleibt über?“, erzählt er. Bismarck gelangte damit zum Ausgangspunkt für seine weitere Forschungsarbeit: „Eigentlich erledigt der Ziegenmagen mit seinen Säuren und Enzymen bereits die Arbeit, die beim Zermahlen von Holzfasern entsteht.“ Er nahm sich von der Reise Ziegenmist mit, und eine Doktorandin begann, diesen zu untersuchen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2018)

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