Ein rätselhafter Todesfall am Nil

Wie gewalttätig Grenzkonflikte zwischen Ägypten und Nubien im 6. Jahrhundert nach Christus waren, zeigt der Zufallsfund eines Skeletts. Unter Fachleuten gilt er als Sensation.

Wer war er? Der Tote von Hisn al-Bab dürfte zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen sein, Waffen bei sich getragen und ein anstrengendes Leben geführt haben.
Wer war er? Der Tote von Hisn al-Bab dürfte zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen sein, Waffen bei sich getragen und ein anstrengendes Leben geführt haben.
Wer war er? Der Tote von Hisn al-Bab dürfte zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen sein, Waffen bei sich getragen und ein anstrengendes Leben geführt haben. – ÖAW

Irgendwann zwischen 580 und 590 nach Christus tobte in der Festung Hisn al-Bab an der Grenze zwischen Ägypten und Nubien ein blutiger Kampf. Viele junge Soldaten waren beteiligt. Einer überlebte zunächst. Doch er war schwer verletzt. Eine brutale Stichwunde am Oberschenkel hatte ihn geschwächt. Er konnte nicht weglaufen, lehnte sich an die Nordmauer des Forts und verblutete. Niemand begrub seine ausgestreckt auf dem Rücken liegende Leiche. Nur herabfallende Steine der Mauer und Keramikscherben bedeckten den größten Teil seines Körpers nach einiger Zeit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2018)

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