Spekulationen um Jesu Festnahme in Gethsemane

Gab es einen Mordvorsatz der Pharisäer bei der Gefangennahme? Jetzt wird Kritik an der Übersetzung der ursprünglichen griechischen Handschriften laut.

Judaskuss im Garten Gethsemane: das Signal für die Festnahme Jesu.
Judaskuss im Garten Gethsemane: das Signal für die Festnahme Jesu.
Judaskuss im Garten Gethsemane: das Signal für die Festnahme Jesu. – Uffizien/gemeinfrei

Keine Kritik an der Bibel, aber starke Zweifel an der exakten Übersetzung der ursprünglichen griechischen Handschriften ins Lateinische und darauf folgend in die gegenwärtigen Sprachen. Der Theologe Hans Förster ortet in der seit dem frühen Mittelalter bestehenden religiösen Judenfeindschaft des Christentums (Antijudaismus) den Ausgangspunkt für die vom griechischen Text abweichenden Verschärfungen, in denen den Pharisäern bei der Festnahme Jesu explizit der Mordvorsatz zugeschrieben wird. „Es wird Zeit für einen Neustart“, sagt Förster.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.03.2019)

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