Wen die Klimakrise am härtesten trifft

Die Auswirkungen steigender Temperaturen und extremer Wetterkapriolen sind nicht für alle Bevölkerungsgruppen in Österreich gleich – die demografische Entwicklung lässt den Anteil der verwundbarsten Menschen aber steigen.

Ältere Menschen sind besonders durch Hitzeextreme gefährdet. Leben sie in der Stadt mit wenig Einkommen und niedrigem Bildungsniveau verschärft sich das Gesundheitsrisiko zusätzlich.
Ältere Menschen sind besonders durch Hitzeextreme gefährdet. Leben sie in der Stadt mit wenig Einkommen und niedrigem Bildungsniveau verschärft sich das Gesundheitsrisiko zusätzlich.
Ältere Menschen sind besonders durch Hitzeextreme gefährdet. Leben sie in der Stadt mit wenig Einkommen und niedrigem Bildungsniveau verschärft sich das Gesundheitsrisiko zusätzlich. – (c) dpa/A3250 Oliver Berg (A3250 Oliver Berg)

Das Blut wandert aus dem Körperinneren zur Oberfläche, Richtung Haut, sucht dort vergeblich Abkühlung – Hirn und Herz bleiben schlecht durchblutet zurück. Zellen sterben ab, Entzündungen breiten sich aus, es kommt zu Blutgerinnseln und Nierenversagen. Schlimmstenfalls quittieren auch andere wichtige Organe ihren Dienst, die Folgen sind meist tödlich. Dies ist nur eine von „27 Möglichkeiten, wie eine Hitzewelle Sie töten kann“, welche die Biologen Camilo Mora und Chelsie Counsell von der University of Hawaii in einer viel beachteten Studie von 2017 zusammengetragen haben. Erst kürzlich hat auch der Klimabericht des Forschungsverbunds Austrian Panel on Climate Change (APCC), der im Verlag der Akademie der Wissenschaften erschienen ist, die Hitze als die größte Gesundheitsgefahr des Klimawandels in Österreich identifiziert.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2019)

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