Spenderorgane aus den eigenen Zellen

Der Tiroler Mediziner Harald Ott lässt aus Stammzellen neue Körperteile wachsen. Was im Tierversuch zum Teil schon funktioniert, könnte in absehbarer Zukunft auch bei Menschen mit Organversagen zum Einsatz kommen.

Entfernt man sämtliche Zellen, bleibt von Lungen von Schweinen, Affen oder Menschen (Bild) ein Gerüst übrig, das mit frischen Stammzellen besiedelt werden kann, um das Organ zu transplantieren.
Entfernt man sämtliche Zellen, bleibt von Lungen von Schweinen, Affen oder Menschen (Bild) ein Gerüst übrig, das mit frischen Stammzellen besiedelt werden kann, um das Organ zu transplantieren.
Entfernt man sämtliche Zellen, bleibt von Lungen von Schweinen, Affen oder Menschen (Bild) ein Gerüst übrig, das mit frischen Stammzellen besiedelt werden kann, um das Organ zu transplantieren. – (c) Harald Ott

Diagnose: Herzinfarkt. Der Patient überlebt ihn knapp, doch das Gerinnsel hat sein Herz zu lang von der Blutzufuhr abgeschnitten, ein Teil des lebensnotwendigen Muskels stirbt ab. Atemnot quält ihn zunächst nur bei körperlicher Belastung, später aber auch in Ruhe – ein Symptom der Herzinsuffizienz, die sich infolge des Gewebeschadens einstellt. Die behandelnden Ärzte beschließen, dass der Mann ein neues Herz braucht, und legen auch gleich den Operationstermin fest: In drei Monaten soll die Transplantation stattfinden. So lang wird es dauern, aus den Blutzellen des Mannes ein funktionierendes, frisches Organ zu züchten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2019)

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