Schadenersatz für Fehler in der Arbeit absetzbar

Bankangestellter hatte interne Richtlinien verletzt.

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Symbolbild: Sparefroh
Symbolbild: Sparefroh – (c) Clemens Fabry

Wien. Schadenersatzzahlungen für Fehlverhalten im Beruf sind als Werbungskosten steuerlich absetzbar. Das hat der Verwaltungsgerichtshof nun bestätigt. Ein Bankmitarbeiter hatte einem Kreditnehmer unter Umgehung der hausintern zuständigen Organe eine Zinsfreistellung gewährt. Als die Sache aufflog, leistete er der Bank Schadenersatz in Höhe von 17.000 € – und machte die als Werbungskosten geltend.

Zu recht, sagt der VwGH (Ra 2015/15/0070): Entscheidend sei, ob das schuldhafte Fehlverhalten der beruflichen oder der privaten Sphäre zuzurechnen sei. Hätte der Mann eine privat nahestehende Person begünstigt, hätte er die Werbungskosten nicht abziehen dürfen. Was ebenfalls regelmäßig als Privatsache angesehen wird: Autounfälle im Beruf infolge von alkoholisiertem oder sonst grob illegalem Lenken. (kom)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2017)

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