Suizidprävention

Stört Datenschutz die künstliche Intelligenz?

Die Datenschutzgrundverordnung wirft ihre Schatten voraus: Facebook setzt in Europa keine intelligente Suizidprävention ein.

Künstliche Intelligenz werde sprachliche Nuancen erkennen können, sagte Facebook-Chef Zuckerberg. Suizidprävention wird Facebook in Europa aber unterlassen.
Künstliche Intelligenz werde sprachliche Nuancen erkennen können, sagte Facebook-Chef Zuckerberg. Suizidprävention wird Facebook in Europa aber unterlassen.
Künstliche Intelligenz werde sprachliche Nuancen erkennen können, sagte Facebook-Chef Zuckerberg. Suizidprävention wird Facebook in Europa aber unterlassen. – (c) REUTERS (Stephen Lam)

Wien. Im Gefolge mehrerer Livestreams von Selbstmorden gab Facebook Ende 2017 bekannt, in Zukunft Algorithmen einzusetzen, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und in der Lage seien, selbstmordgefährdete Nutzer zu identifizieren. In Zusammenarbeit mit einschlägigen Organisationen seien „first responder“ geschult worden, die mit solchen Nutzern dann direkt in Kontakt treten: „Es gab Fälle, in denen ein first responder noch während des Livestreams beim Nutzer eintraf“, berichtet Guy Rosen, Produktchef von Facebook, aus der Testphase, bei der über hundert gefährdete Nutzer identifiziert worden seien. Wie dies genau funktioniert, wurde nicht erklärt. Mark Zuckerberg meinte dazu nur: „Künstliche Intelligenz wird in der Lage sein, sprachliche Nuancen zu erkennen.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2018)

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