Diskriminierter Mann bekommt 317.368 Euro Entschädigung

Ein Fehler im Verkehrsministerium unter der damaligen Ministerin Doris Bures - mittlerweile Zweite Nationalratspräsidentin für die SPÖ - kommt die Republik teuer zu stehen.

Die frühere Verkehrsministerin Doris Bures
Die frühere Verkehrsministerin Doris Bures
Die frühere Verkehrsministerin Doris Bures – APA/HANS KLAUS TECHT

Wien. Ein Streit um die Besetzung einer Spitzenposition im Verkehrsministerium durch die damalige Ministerin Doris Bures (SPÖ) hat jetzt, sieben Jahre danach, ein Ende gefunden: Der seinerzeitige männliche Bewerber, dem eine vorgeblich gleich gut qualifizierte Frau vorgezogen wurde, bekommt vom Staat eine Entschädigung von 317.368 Euro plus eine ziffernmäßig noch offene Draufgabe. Die rechtlich nun endgültig geklärte Angelegenheit hat auch eine interessante politische Tangente: Der Mann, Jurist und Mitglied einer schlagenden Verbindung, ist unter der neuen Regierung für eine Spitzenfunktion in einem staatsnahen Unternehmen ausersehen.

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