Blockrounding: Höchstgericht deckt Körberlgeld für Mobilnetzbetreiber

Der Oberste Gerichtshof hält ein Aufrunden beim Datenverkehr für zulässig, die Aufsichtsbehörde RTR schaut zu.

Konsumentenschützer kritisieren schon lange das technisch nicht notwendige Blockrounding und fordern ein gesetzliches Verbot.
Konsumentenschützer kritisieren schon lange das technisch nicht notwendige Blockrounding und fordern ein gesetzliches Verbot.
Konsumentenschützer kritisieren schon lange das technisch nicht notwendige Blockrounding und fordern ein gesetzliches Verbot. – (c) REUTERS (© Mike Segar / Reuters)

Bregenz. Eine in Österreich durchaus beliebte Art der Mobilfunkbetreiber, sich beim Datenverkehr ein „Körberlgeld“ zu holen, ist das sogenannte Blockrounding. Dabei wird bei jedem Einwählen des Mobilfunkendgerätes nach angefangenen „Blöcken“ verrechnet, also aufgerundet. Wenn etwa nach 102-kB-Blöcken verrechnet wird, wird die volle Gebühr für einen solchen 102-kB-Block verrechnet, auch wenn sich eine App – etwa zur Mitteilung des aktuellen Standortes – mit einem Datenverkehr von nur einem kB eingewählt hatte. Einige wenige österreichischen Mobilfunkbetreiber verzichten auf ein Blockrounding (z. B. A1), manche runden auf 50 kB auf (z. B. T-Mobile), manche sogar auf über 100 kB (z. B. „3“, Hot).

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