Rückrufe rechtfertigen Rückgabe nicht

Ein Mann wollte sein Motorrad retournieren.

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Wien. „Nach dem Auftreten von drei potenziell lebensgefährlichen Mängeln“ könne man ihm nicht zumuten, auf die Sicherheit des Motorrads zu vertrauen. Das erklärte ein Mann, der seine Maschine wieder dem Händler zurückgeben wollte. Und tatsächlich war das Motorrad Gegenstand dreier Rückrufaktionen des Herstellers gewesen. Schäden an der konkreten Maschine konnten dabei aber nicht festgestellt werden.

Der Oberste Gerichtshof (6 Ob 90/18f) wies die Klage des Käufers ab: Denn auch wenn es mit anderen, tatsächlich mangelhaften Fahrzeugen zu tödlichen Unfällen gekommen sein soll, ändere das nichts daran, dass die konkrete Maschine in Ordnung sei. Rückrufaktionen seien nichts Ungewöhnliches, würden aber noch keine Rückgabe rechtfertigen. (aich)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2018)

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