Vergewaltigung: Name zu Unrecht veröffentlicht

Ein Mann gab sich als Polizist aus, um Frauen zu missbrauchen. Nach der Inhaftierung veröffentlichte die Behörde den Namen des Verdächtigen, damit sich Opfer melden. Das hätte man nicht tun dürfen, sagt nun das Gericht.

Themenbild: Gefängnis
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Themenbild: Gefängnis – (c) Clemens Fabry

Wien. „XX wurde nach einer Vergewaltigung in Linz festgenommen und befindet sich in U-Haft. Mögliche weitere Opfer müssen nichts mehr von ihm befürchten. Hinweise und Anzeigen bitte bei der Kripo (. . .).“ Das gab die Polizei nach der Verhaftung des Verdächtigen in sozialen Netzwerken bekannt. Nur, dass statt XX der volle Name des Inhaftierten stand. Die Staatsanwaltschaft hatte das so genehmigt, auch Medien schrieben den Namen des Mannes aus. Doch nun zeigt ein Urteil, dass der Mann in seinen Rechten verletzt wurde.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2019)

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