Rauswurf aus der Genossenschaftswohnung

Ein Opernsänger musste aus seiner Genossenschaftswohnung ausziehen. Er hatte in einer anderen Mietwohnung noch seinen Proberaum, laut OGH war das ein Vertragsverstoß. Das wirft für viele Mieter Fragen auf.

Geförderte Wohnungen soll niemand horten – ein verständliches Anliegen, das aber sehr formalistisch umgesetzt wird.
Geförderte Wohnungen soll niemand horten – ein verständliches Anliegen, das aber sehr formalistisch umgesetzt wird.
Geförderte Wohnungen soll niemand horten – ein verständliches Anliegen, das aber sehr formalistisch umgesetzt wird. – (c) Stanislav Kogiku

Wien. Anfangs wirkte die Sache harmlos. Einem Mieter einer Genossenschaftswohnung flatterte Ende 2016 ein Schreiben des Vermieters ins Haus – die Liegenschaft werde „aus organisatorischen Gründen“ an eine Partnergenossenschaft übertragen. „Ich habe mir nicht viel dabei gedacht“, berichtet der Mann, der damals bereits seit über 13 Jahren in der Wohnung lebte. „Überraschend wurde ich dann aber – direkt, ohne vorherige Mitteilung – im April 2017 gerichtlich gekündigt.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2019)

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