Steuerexperte Quantschnigg verstorben

Trauer um Peter Quantschnigg, einen der brillantesten Köpfe des österreichischen Steuerrechts.

Peter Quantschnigg
Peter Quantschnigg
BMF

Schock für alle Steuerrechtsexperten des Landes: Univ.-Doz. Peter Quantschnigg ist tot. Der frühere Generalsekretär im Finanzministerium ist gestern, Donnerstag, nur 54-jährig verstorben. Quantschnigg war einer der brillantesten Köpfe des österreichischen Steuerrechts.

Quantschnigg war Leiter der Abteilung Steuerpolitik und stellvertretender Sektionsleiter gewesen, ehe der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP) ihn mit 1. Jänner 2005 mit der neu geschaffenen Funktion des Generalsekretärs im Finanzministerium betraute. Eine unabhängige Begutachtungskommission hatte Quantschnigg nach einem mehrstufigen Verfahren einstimmig als Bestgeeigneten vorgeschlagen. Als Generalsekretär sollte er, so hieß es, die „fachliche und organisatorische Koordinierung der Sektionen" übernehmen, hieß es. Eine Mammutaufgabe.


Mitte des Vorjahres musste sich Quantschnigg offenbar wegen Arbeitsüberlastung für ein halbes Jahr eine Auszeit nehmen. Unmittelbar davor hatte er im Zuge einer Sitzung im Parlament (Thema war die Stiftungsbesteuerung) geistig abwesend gewirkt, was von den Teilnehmern als Alarmzeichen gedeutet wurde.


Quantschnigg wollte sich dann mehr seiner Lehrtätigkeit als Universitätslektor an der Uni Linz widmen. Er hatte die Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Finanzrecht 1995 in Wien erhalten. Quantschnigg zeichnete sich durch ein phänomenales Wissen nicht nur vom Steuerrecht, sondern auch von den damit zusammenhängenden (Budget-)Zahlen aus.

 

 

 

Kommentar zu Artikel:

Steuerexperte Quantschnigg verstorben

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen