Digitales Model

Zu schön um echt zu sein?

Perfekte Schönheit mittels 3D-Programm: Labels wie Balmain, Ugg und Balenciaga setzen neuerdings auch auf Models, an denen nichts echt ist.

Diese Models sind nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Pixel gemacht. Und sie wurden schon von einigen Modemarken engagiert. Die Rede ist von digitalen Models.

Ging es bisher jedoch immer darum, möglichst perfekte Avatare zu zeigen, die nur auf den zweiten Blick in ihrer Unechtheit enttarnt wurden, ging man jetzt bei Balenciaga einen Schritt weiter.

Instagram/@balenciaga

Digitalkünstler Yilmaz Sen zeichnet für die Computeranimationen verantwortlich, die auf Instagram präsentiert wurden. Die Models, die in der Frühjahrs-/Sommer-Kollektion gekleidet sind, stehen in Kopenhagens Meatpacking District und starren direkt in die Kamera und fesseln so die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Danach bewegen sie sich auf eine Weise, die klar macht, dass es sich dabei nicht um menschliche Models handeln kann. 

Instagram/@balenciaga

Was genau die Absicht dahinter ist, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, dass digitale Models auch weiterhin immer wieder ihren Auftritt haben werden.

Instagram/@balenciaga

Was ist echt, was ist falsch? Das ist nicht immer so leicht zu beantworten wie im Fall von Balenciaga. Und Filter auf Instagram und Snapchat machen es mitunter noch schwerer.

Auch im Fall von Shudu Gram, dem Instagram-Model mit der perfekten Haut und dem grazilen Körper. Ist sie zu schön um wahr zu sein? Ja, Shudu Gram wurde digital am Computer erstellt.

Instagram/@shudu.gram

Mittlerweile hat das Model knapp 150.000 Fans auf Instagram, doch davon, dass Shudu nicht real ist, wussten viele User bis vor Kurzem nichts.

Instagram/@shudu.gram

"Shudu ist meine Kreation, sie ist ein Kunstwerk, an dem ich gerade arbeite", erklärte Fotograf Cameron-James Wilson im Gespräch mit Bazaar.com.

 

Instagram/@shudu.gram

"Sie ist leider kein echtes Model, aber sie repräsentiert viele echte Models heutzutage. Es gibt gerade eine große Bewegung mit dunkelhäutigen Models, und sie repräsentiert sie und ist von ihnen inspiriert", so Wilson.

Instagram/@shudu.gram

Mit dem "First Digital Supermodel", wie Shudu jetzt beworben wird, will er niemanden austricksen, sondern inspirieren: "Ich benutze ein 3D-Programm. Es ist wie virtuelle Fotografie. Wenn ich sie erst einmal erschaffen habe, kann ich sie in allen Arten posieren lassen", so der Londoner Fotograf.

Instagram/@shudu.gram

"Ich bin sowieso Fotograf und das ist einfach eine Art, meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, wenn ich nicht fotografiere." Ein Bild zu erstellen dauert übrigens mehrere Tage.

Instagram/@shudu.gram

Für seine Arbeit erntete der Fotograf, der schon Models wie Gigi Hadid vor seiner Linse hatte, aber auch Kritik.

"Das ist problematisch. Anstatt ein schwarzes Model zu engagieren, hat sich der Fotograf ein eigenes erschaffen. Ist es so schwer, schwarze Models zu bezahlen? Außerdem zeigt es, wie sehr schwarze Haut von den Medien noch immer als exotisch wahrgenommen wird", schreibt etwa ein Kritiker auf Twitter.

Instagram/@shudu.gram

Die Frage stellt sich, ob der Drang zur Perfektion schon ein pervertiertes Ausmaß angenommen hat und echte Models in Zukunft starke digitale Konkurrenz bekommen.

 

Instagram/@shudu.gram

"Es geht darum, eine Kreativität auszudrücken - ich versuche nicht, jemanden zu ersetzen", stellt Wilson klar, der schon Models wie Gigi Hadid vor seiner Linse hatte.

"Ich bin einfach nur eine kreative Person und so würde für mich die schönste Frau der Welt aussehen."

Instagram/@shudu.gram

Shudu ist übrigens nicht das einzige unechte Model. Miquela hat bereits 1,5 Millionen Fans auf Instagram, und auch an ihr ist nichts echt.

Instagram/@lilmiquela

Sie wurde nun für eine "echte" Kampagne für die Schuhmarke UGG engagiert.

Instagram/@ugg

Drei digitale Models zeigten auch schon bei Balmain, wie man sich die Idealkundin vorstellt.

Instagram/@balmain
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Diese Models sind nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Pixel gemacht. Und sie wurden schon von einigen Modemarken engagiert. Die Rede ist von digitalen Models.

Ging es bisher jedoch immer darum, möglichst perfekte Avatare zu zeigen, die nur auf den zweiten Blick in ihrer Unechtheit enttarnt wurden, ging man jetzt bei Balenciaga einen Schritt weiter.

Instagram/@balenciaga

Digitalkünstler Yilmaz Sen zeichnet für die Computeranimationen verantwortlich, die auf Instagram präsentiert wurden. Die Models, die in der Frühjahrs-/Sommer-Kollektion gekleidet sind, stehen in Kopenhagens Meatpacking District und starren direkt in die Kamera und fesseln so die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Danach bewegen sie sich auf eine Weise, die klar macht, dass es sich dabei nicht um menschliche Models handeln kann. 

Instagram/@balenciaga

Was genau die Absicht dahinter ist, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, dass digitale Models auch weiterhin immer wieder ihren Auftritt haben werden.

Instagram/@balenciaga

Was ist echt, was ist falsch? Das ist nicht immer so leicht zu beantworten wie im Fall von Balenciaga. Und Filter auf Instagram und Snapchat machen es mitunter noch schwerer.

Auch im Fall von Shudu Gram, dem Instagram-Model mit der perfekten Haut und dem grazilen Körper. Ist sie zu schön um wahr zu sein? Ja, Shudu Gram wurde digital am Computer erstellt.

Instagram/@shudu.gram

Mittlerweile hat das Model knapp 150.000 Fans auf Instagram, doch davon, dass Shudu nicht real ist, wussten viele User bis vor Kurzem nichts.

Instagram/@shudu.gram

"Shudu ist meine Kreation, sie ist ein Kunstwerk, an dem ich gerade arbeite", erklärte Fotograf Cameron-James Wilson im Gespräch mit Bazaar.com.

 

Instagram/@shudu.gram

"Sie ist leider kein echtes Model, aber sie repräsentiert viele echte Models heutzutage. Es gibt gerade eine große Bewegung mit dunkelhäutigen Models, und sie repräsentiert sie und ist von ihnen inspiriert", so Wilson.

Instagram/@shudu.gram

Mit dem "First Digital Supermodel", wie Shudu jetzt beworben wird, will er niemanden austricksen, sondern inspirieren: "Ich benutze ein 3D-Programm. Es ist wie virtuelle Fotografie. Wenn ich sie erst einmal erschaffen habe, kann ich sie in allen Arten posieren lassen", so der Londoner Fotograf.

Instagram/@shudu.gram

"Ich bin sowieso Fotograf und das ist einfach eine Art, meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, wenn ich nicht fotografiere." Ein Bild zu erstellen dauert übrigens mehrere Tage.

Instagram/@shudu.gram

Für seine Arbeit erntete der Fotograf, der schon Models wie Gigi Hadid vor seiner Linse hatte, aber auch Kritik.

"Das ist problematisch. Anstatt ein schwarzes Model zu engagieren, hat sich der Fotograf ein eigenes erschaffen. Ist es so schwer, schwarze Models zu bezahlen? Außerdem zeigt es, wie sehr schwarze Haut von den Medien noch immer als exotisch wahrgenommen wird", schreibt etwa ein Kritiker auf Twitter.

Instagram/@shudu.gram

Die Frage stellt sich, ob der Drang zur Perfektion schon ein pervertiertes Ausmaß angenommen hat und echte Models in Zukunft starke digitale Konkurrenz bekommen.

 

Instagram/@shudu.gram

"Es geht darum, eine Kreativität auszudrücken - ich versuche nicht, jemanden zu ersetzen", stellt Wilson klar, der schon Models wie Gigi Hadid vor seiner Linse hatte.

"Ich bin einfach nur eine kreative Person und so würde für mich die schönste Frau der Welt aussehen."

Instagram/@shudu.gram

Shudu ist übrigens nicht das einzige unechte Model. Miquela hat bereits 1,5 Millionen Fans auf Instagram, und auch an ihr ist nichts echt.

Instagram/@lilmiquela

Sie wurde nun für eine "echte" Kampagne für die Schuhmarke UGG engagiert.

Instagram/@ugg

Drei digitale Models zeigten auch schon bei Balmain, wie man sich die Idealkundin vorstellt.

Instagram/@balmain
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