Schädliches Walnuss-Peeling? Kylie Jenner erntet Kritik

Kylie Jenner erweitert ihr Beauty-Imperium. Nach Lippenstift, Lidschatten, Mascara und Co., vertreibt sie nun auch Gesichtspflegeprodukte. Ein Peeling gefällt ihren Fans jedoch nicht.

Ein nicht gerade hautfreundliches Peeling soll Kylie Jenner lancieren, die damit ihr Beauty-Imperium weiter ausbaut.
Ein nicht gerade hautfreundliches Peeling soll Kylie Jenner lancieren, die damit ihr Beauty-Imperium weiter ausbaut.
Ein nicht gerade hautfreundliches Peeling soll Kylie Jenner lancieren, die damit ihr Beauty-Imperium weiter ausbaut. – (c) Twitter/@kylieskin

„Kylie versucht deine Haut zu zerstören“. Während andere mit 21 Jahren gerade einmal wissen, womit sie in Zukunft ihre Brötchen verdienen wollen, wurde Kylie Jenner bereits vom „Forbes“-Magazin zur jüngsten Selfmade-Millionärin aller Zeiten gekürt. Zu verdanken hat sie die vielen Nullen auf ihrem Konto vor allem Lippenstift, Lidschatten, Mascara und Co., die sie über ihre Beauty-Linie „Kylie Cosmetics“ äußert erfolgreich vertreibt. Ihre Zugehörigkeit zur PR- und Selbstvermarktungsmaschine des Jenner-Kardashian-Clans tut ihr übriges.

Als Kylie Anfang Mai die Gründung eines neuen Unternehmens verkündete, war der Tenor auf Twitter und Co. groß – und größtenteils positiv: Ab dem 22. Mai soll ihre neue Hautpflege-Linie "Kylie Skin by Kylie Jenner" auf dem Markt kommen, dann ist die Mutter einer Tochter auch Herrin über Augencremes, Waschgele, Seren, Toner – und eines Gesichtspeelings. Gerade das letztgenannte könnte ihr Vorhaben „schmieren und kassieren“ zum Wanken bringen.

Der Hauptbestandteil des Peelings sind Walnüsse bzw. Walnuss-Pulver, wie Kylie auf Twitter und Instagram verkündet. In einem rosa Bademantel vor gleichfarbiger Kulisse preist sie ihr Geheimnis für eine „super babyweichen Haut“ an und schwärmt: „Es ist wirklich sanft“ und man könne es sogar täglich auftragen. Sie selbst verwende es zwei bis dreimal die Woche.

Abgestorbene Hautschüppchen würden dabei sanft entfernt werden. Eine Ansicht, die ihre Fans nicht wirklich teilen können und die sich aufgrund des enthaltenden Walnuss-Pulvers Sorgen um ihre Gesichtshaut machen. Beauty-Influencerin Kathleen Fuentes twittert: „Irgendwie geschockt, dass Kylie’s Peeling ein Walnuss-Peeling ist. Das klingt so nach 2013.”

Eine andere Userin fragt, warum Kylie versucht ihre Haut zu zerstören.

Andere vermuten sogar eine ausgeklügelte Marketing-Strategie dahinter.

So manch ein User findet bei der ganzen Aufregung einen amüsanten Zugang.

Gegenüber dem „People“-Magazin äußert sich der New Yorker Hautärztin Dr. Whitney Bowe zu der Walnuss-Causa. Theoretisch würden Walnuss-Peelings der Haut nicht schaden, wenn die Nüsse „zu feinem Pulver gemahlen und klinisch getestet wurden“. Generell rate sie ihre Patienten von derartigen Peelings allerdings ab. „Nüsse oder Nussschalen können feine Mikro-Risse in der Haut verursachen“ und Hautkrankheiten wie Akne verschärfen und zu einer vorzeitigen Hautalterung führen. Zu häufige Schälkuren sind in ihren Augen der „größte Gesichtspflege-Fehler“, den man machen könne. Sie empfehle chemische Peelings, bei denen säurehaltiges Mittel auf die Haut aufgetragen werden, um das Hautbild sanft zu verfeinern.

Kylie beteuert, dass ihr Peeling, im Gegensatz zu anderen, nicht zu rau für die empfindliche Epidermis sei. Ganz glauben können ihr das ihre Follower anscheinend nicht. Vielleicht auch, weil bislang keine Informationen zu klinischen Tests veröffentlicht wurden.

(red.)

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