Vorher – Nachher: Ein Model rechnet ab

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500 Kalorien maximal

500 Kilokalorien am Tag: Das war das, was Model Liza Golden-Bhojwani zum "Idealgewicht" verhalf - als Model. Die Nahrungszufuhr auf dieses Niveau herunterzuschrauben sei das Einzige gewesen, das ihren Körper an klassische Modelmaße herangeführt habe, schrieb Golden-Bhojwani im britischen Magazin "i-D". Als sie schließlich zusammenbrach - während des Kochens -, habe sie einen Schlussstrich unter ihren persönlichen Magerwahn gezogen. Sie liebe heute ihre "Kurven" - oder, schlicht gesagt, ihre normale Figur.

Auf dem Foto links: Liza Golden-Bhojwani während jener Zeit, als sie am Tag nur 500 Kalorien zu sich nahm.
Auf dem Foto rechts: Golden-Bhojwani heute.

Instagram/@lizagoldenreal
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Stimmungsschwankungen und schwache Nerven für die Modelfigur

Das Modeln sei der Amerikanerin als Job eher zufällig zugeflogen - sie brauchte Geld fürs College. Ehrgeizig war Golden-Bhojwani allerdings auch, und so arbeitete sie unerlässlich an ihrer Figur: Durch die Diäten und das Abnehmen habe sie unter Stimmungswandlungen gelitten, sie sei zittrig gewesen, ständig nervös. Nach ihrem Zusammenbruch habe sie sofort mit den Diäten aufgehört: Nichts könne so viel wert sein, dass sie dafür ihren Körper derart unter Druck setze, schreibt Golden-Bhojwani in "i-D".

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Psychischer Druck

Innerhalb weniger Wochen sei ihr Hüftumfang um ein Vielfaches angewachsen, erinnert sie sich in "i-D" - nicht ideal für die Arbeit als Model. Auch noch mehr Sport und "nur" gesündere Ernährung konnte das nicht ändern: Am Ende sei sie emotional und psychisch am Ende gewesen. Sie wollte sich die Frage nicht mehr stellen, was sie für den "richtigen" Hüftumfang machen sollte.

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Zwei Jahre für sich

"Ich war fertig damit etwas zu erreichen, das einfach nicht sein sollte", schreibt Golden-Bhojwani. Zwei Jahre lang zog sie sich aus dem Modelgeschäft zurück, um sich "das erste Mal auf mich, nicht auf meinen Körper" zu fokussieren. 2016 kehrte sie zurück in öffentliche Leben - als die Person, die sie nun einmal sei. Manchmal, meint Golden-Bhojwani, sei der beste Körper eben der eigene und nicht jener, den die Gesellschaft von einem verlange.

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Plus Size?

Golden-Bhojwani begann damit, ihren Körper - das erste Mal ohne Diät - zu fotografieren und stellte die Bilder auf das Fotoportal Instagram. Sie sei jetzt "das, was man ein Plus-Size-Model nennt", erzählt sie in "i-D".

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Selbstdegradierung beenden

Ihr gehe es jetzt endlich gut, meint das Model: "Nicht, weil Zunehmen der Schlüssel zum Glück ist, das ist es nicht. Aber sich selbst zu sein ist der Schlüssel, und sich selbst als Person genug zu respektieren, um damit aufhören zu können, etwas Selbstdegradierendes zu tun."

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"In unserer eigenen Größe geliebt werden"

"Wir sind alle schön und verdienen es, in unserer eigenen Größe geliebt zu werden", schließt Golden-Bhojwani ihren Text in "i-D" ab.

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Physische Perfektion nicht das Wichtigste

"Ich strebe nicht nach physischer Perfektion. Ich strebe nach Glück und Erfüllung aus einem selbst heraus", schreibt das Model auf Instagram.

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"Fett" mit Größe 32?

Sie fragt sich: "Wer hat uns gelernt, dass wir, sogar wenn wir eine Größe 32 tragen, 'fett' sind? Warum glorifizieren wir nur einen Körpertypen? Sieht das Mädchen mit den schwarzen Ringen um die Augen wirklich umwerfender aus?"

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