Instagram-Lügen: Abgenommen? Alles Fake!

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"Würden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sagen würde, dass zwischen diesen Bildern sechs Monate liegen?", schreibt Amelia "Milly" Smith unter dieses Bild auf ihrem Account bei der Fotoplattform Instagram. "Wie wäre es mit sechs Minuten und ein bisschen Posieren und Hautglättung mit einer App?" Genau das hat Smith bei diesem Bild nämlich gemacht. "Ich könnte Ihnen erzählen, dass ich eine Cellulite-Straffungs-Detox-Creme für eine Woche verwendet hätte und dies sei ihr Ergebnis. Würden Sie mir glauben? Ich könnte Ihnen erzählen, dass ich für drei Wochen Zucker weggelassen hätte und jeden Tag 20 Kilometer gelaufen sei und das meine Transformation sei. Würden Sie mir glauben?"

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Smith will damit zeigen, wie wenig nachvollziehbar Fotos auf Instagram für die Nutzer sind, wie leicht sie zu manipulieren sind. Und auch, dass Schönheitsideale auf dem Social-Media-Dienst höchst oberflächlich sind - und gefährlich.

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"Wir vergleichen uns mit diesen Abbildern auf gestellten, strategisch aufgenommenen Fotos", schreibt die Britin und empfiehlt, keinen Personen mehr zu folgen, deren Fotos einem ein schlechtes Gefühl geben. Es gehe darum, zu erkennen, dass solche gestellten Bilder die Realität nicht wiedergeben würden.

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Sie bearbeitet Fotos bewusst so, dass ihre Follower auf Instagram den Unterschied erkennen können und der Prozess der Verfälschung sichtbar wird.

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Smith, die selbst in der Vergangenheit stark untergewichtig war, zeigt auf ihren Fotos auch den Unterschied, den Posing machen kann, betont dabei aber, dass auf beiden Bildern derselbe Körper zu sehen sei - der es in beiden Formen wert sei, geliebt zu werden.

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Sie selbst gibt zu, diesbezüglich immer wieder zu taumeln: Sie habe etwa lange nur dann schöne Unterwäsche gekauft, wenn sie abgenommen habe; ansonsten habe sie einfache Unterwäsche getragen. Sie habe nicht verstanden, dass sie sich in jedem Körper sexy fühlen könne.

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Das gelte nicht nur für Unterwäsche: Auch eng anliegende Kleidung habe sie lange gemieden. Das sei heute anders. "Ich wünschte, ich könnte meinem jüngeren Ich das Mindset geben, das ich heute habe", sagt Smith.

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Smith, die Mutter eines kleinen Kindes ist, nutzt ihre Plattform aber nicht nur, um Menschen Selbstvertrauen und Selbstbestimmung auf Instagram zu lernen, sondern generell einen kritischeren Blick auf Mode und Körper zu werfen.

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