Futurium

So sieht die Zukunft aus

58 Millionen Euro hat das Berliner Futurium gekostet, das auch ein Beispiel für nachhaltiges Bauen sein möchte.

In der Wahlkabine der Zukunft reicht ein Lächeln in die Kamera. Danach spuckt der Computer die bevorzugten Parteien aus. Das Verblüffende daran: es stimmt. Was künstliche Intelligenz kann oder können soll, ist nur eine der vielen Fragen, um die es im Berliner Futurium geht. Das neue Zukunftsmuseum, das aussieht wie eine riesige Virtual Reality Brille, eröffnete Anfang September. Geplant wurde es von dem Berliner Architektenbüro Richter Musikowski.

 

Futurium.de, Fotografen: Schnepp Renou

Es ist - nahe dem Hauptbahnhof gelegen - ein Showroom für Zukunftsentwürfe und ein Mitmach-Parcours - der Eintritt ist frei. 58 Millionen Euro hat das Berliner Futurium gekostet, das auch ein Beispiel für nachhaltiges Bauen sein möchte.

Richter Musikowski GmbH

Mit Blockheizkraftwerk, geschlossenem Energiekonzept und Solarthermie samt Paraffinspeicher macht sich das Gebäude bereit für die Zukunft. Innen ist es Museum, Zukunftswerkstatt und Veranstaltungsort in einem - die Grenzen sind bewusst fließend, die Ausstellung wird sich immer wieder verändern.

Schnepp Renou

Die Fassadenhaut besteht aus über 8000 Kassettenelementen. Die jeweils ein Meter großen Elemente bestehen aus unterschiedlich gefalteten Metallreflektoren und keramisch bedrucktem Gussglas. Diese erzeugen ein mit dem Lichteinfall beständig änderndes Wolkenbild.

Schnepp Renou

Das Foyer im Erdgeschoss verbindet die Haupteingänge sowie alle wichtigen Wege und Funktionen des Hauses. Es
dient als zentraler Ort der Zusammenkunft und des Austauschs von Informationen.

Schnepp Renou, Simon Schnepp und Morgane Renou

Mit mobilen Trennwänden und intelligent agierender Haustechnik können die Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss des Hauses von 50 bis zu 670 qm unterschiedlich konfiguriert werden.

Schnepp Renou

So hübsch die Stiegenhäuser leuchten, wirklich interessant wird es erst ganz oben. Mit seiner Geometrie sammelt das Dach das komplette Regenwasser in einem Auffangbecken. Das Wasser wird am tiefsten Punkt abgeleitet, in einer Zisterne gesammelt und für die Gebäudekühlung eingesetzt.

Schnepp Renou

Das Dach ist auch fast vollständig mit solaren Energiekollektoren für Photovoltaik (Strom) und Solarthermie (Wärme) belegt. Sie nutzen die Energie der Sonne, um damit große Teile des Eigenenergiebedarfs des Hauses abzudecken.

Schnepp Renou

Um die Wärmeenergie der Sonne und hausinterne Energie für den Betrieb des Gebäudes nutzbar zu machen, wird ein neuartiger Hybrid-Energiespeicher eingesetzt.

Schnepp Renou

Neugier wäre dann die beste Voraussetzung für den Bastelkeller des Futuriums. Zukunftsforscher und Spieledesigner David Weigend hat hier im Labor, kurz Lab, einen Hightech-Spielplatz voller interaktiver Monitore und Plattformen entstehen lassen. In einer Ecke zischt, gurgelt und blinkt es, wenn Besucher unter Philipp Besleys Installation "Noosphere" stehen. Der kanadische Architekt spielt hier auf philosophischer und naturwissenschaftlicher Ebene mit der Frage, wie wir in Zukunft wohnen könnten.

David von Becker

Und im "Denkraum Mensch" können Besucher ihr eigenes Verhalten hinterfragen: Wie halten sie es mit Klimaschutz und Konsum? Den moralischen Zeigefinger gibt es hier nicht - aber zum vertieften Nachdenken hängt ein große Liegeschaukel von der Decke.

David von Becker
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In der Wahlkabine der Zukunft reicht ein Lächeln in die Kamera. Danach spuckt der Computer die bevorzugten Parteien aus. Das Verblüffende daran: es stimmt. Was künstliche Intelligenz kann oder können soll, ist nur eine der vielen Fragen, um die es im Berliner Futurium geht. Das neue Zukunftsmuseum, das aussieht wie eine riesige Virtual Reality Brille, eröffnete Anfang September. Geplant wurde es von dem Berliner Architektenbüro Richter Musikowski.

 

Futurium.de, Fotografen: Schnepp Renou

Es ist - nahe dem Hauptbahnhof gelegen - ein Showroom für Zukunftsentwürfe und ein Mitmach-Parcours - der Eintritt ist frei. 58 Millionen Euro hat das Berliner Futurium gekostet, das auch ein Beispiel für nachhaltiges Bauen sein möchte.

Richter Musikowski GmbH

Mit Blockheizkraftwerk, geschlossenem Energiekonzept und Solarthermie samt Paraffinspeicher macht sich das Gebäude bereit für die Zukunft. Innen ist es Museum, Zukunftswerkstatt und Veranstaltungsort in einem - die Grenzen sind bewusst fließend, die Ausstellung wird sich immer wieder verändern.

Schnepp Renou

Die Fassadenhaut besteht aus über 8000 Kassettenelementen. Die jeweils ein Meter großen Elemente bestehen aus unterschiedlich gefalteten Metallreflektoren und keramisch bedrucktem Gussglas. Diese erzeugen ein mit dem Lichteinfall beständig änderndes Wolkenbild.

Schnepp Renou

Das Foyer im Erdgeschoss verbindet die Haupteingänge sowie alle wichtigen Wege und Funktionen des Hauses. Es
dient als zentraler Ort der Zusammenkunft und des Austauschs von Informationen.

Schnepp Renou, Simon Schnepp und Morgane Renou

Mit mobilen Trennwänden und intelligent agierender Haustechnik können die Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss des Hauses von 50 bis zu 670 qm unterschiedlich konfiguriert werden.

Schnepp Renou

So hübsch die Stiegenhäuser leuchten, wirklich interessant wird es erst ganz oben. Mit seiner Geometrie sammelt das Dach das komplette Regenwasser in einem Auffangbecken. Das Wasser wird am tiefsten Punkt abgeleitet, in einer Zisterne gesammelt und für die Gebäudekühlung eingesetzt.

Schnepp Renou

Das Dach ist auch fast vollständig mit solaren Energiekollektoren für Photovoltaik (Strom) und Solarthermie (Wärme) belegt. Sie nutzen die Energie der Sonne, um damit große Teile des Eigenenergiebedarfs des Hauses abzudecken.

Schnepp Renou

Um die Wärmeenergie der Sonne und hausinterne Energie für den Betrieb des Gebäudes nutzbar zu machen, wird ein neuartiger Hybrid-Energiespeicher eingesetzt.

Schnepp Renou

Neugier wäre dann die beste Voraussetzung für den Bastelkeller des Futuriums. Zukunftsforscher und Spieledesigner David Weigend hat hier im Labor, kurz Lab, einen Hightech-Spielplatz voller interaktiver Monitore und Plattformen entstehen lassen. In einer Ecke zischt, gurgelt und blinkt es, wenn Besucher unter Philipp Besleys Installation "Noosphere" stehen. Der kanadische Architekt spielt hier auf philosophischer und naturwissenschaftlicher Ebene mit der Frage, wie wir in Zukunft wohnen könnten.

David von Becker

Und im "Denkraum Mensch" können Besucher ihr eigenes Verhalten hinterfragen: Wie halten sie es mit Klimaschutz und Konsum? Den moralischen Zeigefinger gibt es hier nicht - aber zum vertieften Nachdenken hängt ein große Liegeschaukel von der Decke.

David von Becker