Gestaffelte Kartoffelernte

Eine Übersicht über frühe, mittlere und späte Kartoffelsorten für die ganze Saison.

Sorten wie die Vitelotte sind, wie der Name schon sagt, durch und durch blau-lila gefärbt.
Sorten wie die Vitelotte sind, wie der Name schon sagt, durch und durch blau-lila gefärbt.
Sorten wie die Vitelotte sind, wie der Name schon sagt, durch und durch blau-lila gefärbt. – (c) Ute Woltron

Der alte Spruch, der dümmste Bauer ernte die größten Kartoffeln, lässt sich positiv umformulieren: Der klügste Bauer erntet sie am längsten, und zwar, weil er die Unterschiede zwischen Früh-, Mittel- und Spätkartoffeln kennt. Unter günstigen Bedingungen können sehr frühe Sorten wie Amandine und Isabel bereits ab Ende Juni aus der Erde geholt werden. Achtung: Die frühen Sorten eignen sich nicht für längere Lagerung. Ausgezeichnete Lagerkartoffeln sind hingegen die mittelfrühen Sorten Agria und Primadonna. Bei kluger Aufteilung des Äckerchens haben Sie den gesamten Sommer über frische Kartoffeln, und zwar sowohl mehlige als auch festkochende und, abhängig von Ihrer Erdapfelgefräßigkeit, auch bis in den Winter hinein.

Besondere Sorten wie Vitelotte, Blaue Anneliese oder Blue Salad Tomatoe sind, wie der Name bereits ankündigt, durch und durch blau-lila gefärbt. Das ergibt aufregende neue Möglichkeiten für lila Kartoffelsalate, Pürees oder Chips, außerdem sind dieses Sorten, allerdings bei geringem Ertrag, geschmacklich vorzüglich. Wer eine Kartoffel für alle Eventualitäten braucht, greift etwa zur Sorte Red Lady, die zwischen festkochend und mehlig liegt. Eine speziell mehlige Kartoffelsorte hingegen ist die mittelfrüh reifende Natascha, eine festkochend-speckige die bewährte Sorte Ditta.

Späte Ernte im September, Oktober verheißen Spätsorten wie Laura. Ebenfalls einen Versuch wert sind ausgefallene Liebhabersorten, von denen erfreulicherweise immer mehr auf den Markt kommen. Wählen Sie aus und graben Sie das Gärtnergold ein, auf dass Sie es bald in vermehrter Form heben können. Der Boden sollte zum Zeitpunkt der Ernte trocken sein. Bauerngärtner ernten Kartoffeln übrigens am Nachmittag, da sie, einem natürlichen Rhythmus folgend, dann angeblich kräftiger und saftiger sind als am Vormittag.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2019)

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