Sammlung

Designideen für zu Hause

Illustrieren, gestalten, bauen.

Elfeck. Das matte Aluminium, seine Haptik. Der Klang, wenn man die Espressokanne auf- und zuschraubt: Der Architekt David Chipperfield hat so einiges auf seiner Liste, wa­rum eine Espressokanne zur Ikone geraten kann. Natürlich hat er sich mit seiner Neuinterpretation demütig dem Original genähert: Alfonso Bialetti hatte die Espressokanne in den 1930ern erfunden, entworfen und umgesetzt (im Bild).

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Bialetti war der Großvater von Alberto Alessi, der heute unter seinem Nachnamen die unterschiedlichsten Dinge auf die Tische, Küchen und Schubladen verteilt. Jetzt auch die Neuauflage eines Originals, unter dem Namen „Moka". Ein elfeckiger Korpus mit in die Form integriertem Deckel. Die Ästhetik der 1930er-Jahre wirkt noch immer.

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Mobile Wände. Paravents ermöglichen ganz flexible Raumkonfigurationen. Etwa auch „Lola", entworfen von Bodo Sperlein für Schönbuch.

(c) Schönbuch GmbH

Oder „Fragment" von Nendo: Zwei Schichten Glas übereinander tarieren Transparenz und Blickdichte aus.

(c) Cesare Chimenti

Bewässerung. Auf dem Weg von der Leitung in die Blumenerde gibt es meist eine Zwischenstation: die Gießkanne. Sie verhält sich gern ähnlich wie die Topfpflanzen, um die sie sich kümmert: Sie steht herum. Und dabei darf sie ­inzwischen auch ganz gut aussehen: dank des norwegischen Herstellers Northern ...

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... oder des schwedischen Labels Born In Sweden.

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Und auch der österreichische Designer Clemens Auer macht sich so seine Gedanken über Darreichungsformen des Wassers. Vor allem wenn man die Gießkanne auch dort abstellen möchte, wo die Pflanzen stehen: auf dem Fensterbrett.

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Dingwelten. Zeug. Dinge. Oder eben „Cosas". Wenn man die Sachen einmal auf Spanisch beim Namen nennen will. Aber manchmal muss man ja die „Cosas" auch gar nicht benennen. Oder definieren. Der spanische Hersteller Sancal sieht das alles ohnehin nicht so eng und zwinkert gern auch mal ein ­wenig wilder mit den Augen des Gestalters.

(c) Marcelo Martinez

Vor allem, wenn er Künstler einlädt, das Zeug dann in Muster, Motive und Farben zu tauchen. In diesem Fall war es Egle Zvirblyte. Sie stammt aus Litauen, lebt in London und plustert mit ihren Ideen und ­Illustrationen eine grellbunte Welt auf. Und diese stülpt sie über Kissen, Decken, Vasen. Und so Zeug halt. sancal.com

(c) Marcelo Martinez

Feliz Navidad. Die Jipijapa-Palmen habe nicht nur einen entzückenden Namen, sondern auch eine entzückende Verwendung: für den berühmten „Panama"-Hut, der ja mit Panama so viel zu tun hat wie die berühmte Janosch-Geschichte. Ecuador ist nämlich seine Heimat

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Und Kolumbien dafür jene der Jipi-Weihnachtskugeln aus der Ames „Sala"-Kollektion. Und auch die Fingerfertigkeit der Hände, die die Decke „Mulera" produzieren, ist authentisch kolumbianisch.

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Verkehrswege. In der Porzellangasse nahm auch ein Stück Verkehrsgeschichte seinen Lauf. Die Produktion von Kutschen kam hier in die Gänge, auch Straßenbahnen bogen von hier in ihre Erfolgsgeschichte ein. Die Lohner-Werke hatten hier ihren Sitz, zumindest ihren Bürositz. Und längst fahren die ­Straßenbahnen unter dem Namen Bombardier und kanadischer Flagge. Doch Andreas Lohner möchte seinen Namen doch in die Zukunft des Straßenverkehrs führen. Mit dem „Stroler" etwa. Ein E-Bike oder Pedelec, das sich eingekurvt hat in der etwas eleganteren Nische der E-Mobility. Ein Zweisitzer für E-Flaneure und E-Strawanzer und E-Streuner. Bis 21. Dezember, donnerstags und freitags, 12 bis 18 Uhr, parken ein paar „Stroler"-Modelle im Pop-up-Store in der Porzellangasse 2. Zur Ansicht und zur Probefahrt.

(c) Dieter Brasch

Neu bestuhlt. „Bruto", das verspricht Rohheit: offene Konstruktion, Formholzschalen, Gestell aus Stahldraht. Alles zusammen von Nils Holger Moormann.

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Oder doch fein gewebt in der Lehne: wie der Stuhl „Rivulet" von Living Divani, ersonnen von Junpei & Iori Tamaki. atiore provitate

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Starthilfe. Das Kaufhaus La Rinascente in Mailand heftet seit jeher „Design" an sein Image. Auch den Compasso d’Oro, den italienischen Design-Award, organisierte man in seinen ersten Jahren. Inzwischen hat das Kaufhaus ein ganzes Stockwerk bestehenden und kommenden Ikonen gewidmet. Jetzt auch mit Entwürfen, die am Salone Satellite, dem Nachwuchs-Event des Salone del Mobile, im April zum ersten Mal gezeigt worden waren. Darunter ein Sessel von Mauro Baronchelli.

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Oder ein Sportgerät für zuhause vom deutschen Büro Kenkö, dem man das ­Attribut „Sport" auch nicht sofort ­ansehen muss.

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Open House. Büros, Schulen, Gewerbebauten, Fabriken, Wohnungen: Am 15. und 16. September wird Privates kurz offen und öffentlich: Ringturm, Dominikanerkloster, ­Essig-Brauerei, VinziDorf, Italienisches Kulturinstitut (im Bild) ...

(c) Dieter Henkel

Hochhaus Herrengasse oder Wohnprojekte mit innovativem Fingerzeig (wie in Simmering – im Bild) und andere sind dabei. Der Stadtplan zu allen offenen Türen und Architekturen auf openhouse-wien.at.

(c) NikosKouklaki

„After Abundance“. Dem Zustand nach all dem Überfluss hat das Studio Design Investigations der Angewandten, unter der Leitung von Anab Jain, nachgespürt. Als Beitrag zur London ­Design ­Biennale (noch bis 30. 9.).

(c) D.I.

Kuratiert hat Thomas Geisler, der Leiter des Werkraums Bregenzerwald. Im ­dortigen ländlich-alpinen Setting wurde das Projekt entwickelt und man erprobte zukunftsfähige „Werkzeuge“ und „Werkstätten“

(c) Bradley Lloyd Barnes

Kabellos. Aufladen dort, wo Strom ist. Licht spenden dort, wo man es braucht: Die Hersteller forcieren die Unabhängigkeit, sprich: den Archetyp Laterne. Etwa Flos in Form von „Bellhop“ (l.), gestaltet von Barber & Osgerby. Aber auch Kartell: die „Big“ von Ferruccio Laviani jetzt auch mit Akku statt mit Kabel.

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Lichtkörper. Untertags unscheinbar. Und nach Sonnenuntergang eine Erscheinung: „Fila“, eine Outdoor-Leuchte gestaltet von Designer Michel Charlot strahlt in Textilhülle auf Metallstruktur in die Wohnräume außerhalb der eigenen vier Wände.

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Gruppenerlebnis. Sebastian Herkner entwarf die neue Outdoor-Kollektion „Dune“ für den Hersteller Gloster. Zwei Schlüsselbegriffe sollten sich darin abbilden: die „Weichheit“ und „Spontanität“. ­Dafür wurden ganz spontan neue 3D-Strickstoffe entwickelt.

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Kolumbien

Kunsthandwerkliche Traditionen sozial nachhaltig aufzuladen, mit innovativen Ideen nämlich, das hat sich Marni verordnet.

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Durch die Kollektion "La Vereda" sollen lokale Communitys gestärkt werden, auch finanziell mit einem Teil des Verkaufserlöses.

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Neuigkeiten

Je größer die Möbelmesse, desto länger die Schatten, die sie vorauswirft. Im Fall des ­Salone del Mobile (ab 19.  4.) gehören „Skylight“ von Henge ...

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... der Stuhl „Iko“ vom Hersteller Alias und ...

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... der Tisch „Torsion“ von Natuzzi zu den Vorboten.

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Jachtdesign

Die Firma List GC aus Bad Erlach in Niederösterreich stattet luxuriöse Jachten aus: Zuletzt auch die Segeljacht „SY Ribelle“ mit einer ­Länge von 32,5 Metern, designt von ­Rémi ­Tessier.

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Jachtdesign

Sowie die Motorjacht ­„Barbara“ mit einer Länge von 88,5  Metern, die im Inneren von ­Designer Sam ­Sorgiovanni entworfen wurde. Beide Projekte gewannen Preise bei den „Boat International Design & ­Innovation Awards“, die kürzlich in ­Kitzbühel ­vergeben wurden.

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Rufzeichen

„Oh“, eine Exklamation, die sich häuft, wenn man sich mit Kindern umgibt. Auch, weil man selbst welche bekommt. „Oh, wie süß“ zum Beispiel. Oder: „Oh, wie praktisch.“ Oh, wie schön, dass es so etwas wie eine Plattform für all die „Ohs“ der Kinderwelt gibt: oh-panama.at zeigt, wie man ganz viele Rufzeichen generiert: mit Dingen, die man selbst macht. Egal ob Süßkartoffelmuffin oder Geschenkpapier. Oder mit Labels, die Kartonkisten zu Piratenschiffen oder Rennautos werden lassen. Mit Stickern von Badala etwa (www.badalasticker.com).

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Rufzeichen

Oder das Label Urban Update (www.urbanupdate.at): Da wird Vintage plötzlich auch eine Gestaltungsoption fürs Kinderzimmer. Samt Retro-Puppenwagen. Am 20. Jänner wird dann noch mal extra viel „ge-oht“: Oh, Panama! ruft zum Wintermarkt. Unter Klavierbegleitung von Violetta Parisini lassen verschiedenste Aussteller die Besucher die Münder runden. Im „Packhaus“, in der Marxergasse 24 in 1030 Wien. Von 12 bis 20 Uhr.   

(c) Beige

Gegenüberstellung

Von Angesicht zu Angesicht. Oder Face to Face. Auch so eine Lage, in die man immer seltener gerät. Auch aus Mangel an tatsächlichem Gegenüber. Die Möbelhersteller sind so gut und bauen uns endlich wieder Situationen, in denen man Option auf Augenkontakt hat. „Daydream“ von Living Divani (im Bild) zeigt, dass Tagträumen auch ein Paarlauf sein kann.

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Gegenüberstellung

Und „Face to Face“ von Tacchini, dass Sofas auch Begegnungszonen sein können.

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Ausstellung

Das Designforum Steiermark geht unter die Erde.

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Unter der Stadt New York liegt nicht nur ein riesiges Tunnel- und Röhrensystem, die U-Bahn, sondern auch Gestaltungsspielraum.

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Die renommierte New Yorker School of Visual Arts plakatierte dort im Untergrund seit 1947 ihre Botschaften zur Eigenwerbung.

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Die Ausstellung „Underground Images“ zeigt, wie sich das Grafik- und Informationsdesign verändert hat.

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Designlabels

Davon verträgt Österreich eh noch ein paar neue. Und Zeug? Kann im ­Zustand „neu“ auch selten schaden: Neuzeug heißt das Projekt, die Marke, die das Studio Lucy D gemeinsam mit Beate Seckauer, ­Inhaberin der Porzellanmanufaktur Neuzeughammer in Steyr, ins Leben gerufen hat.

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Die erste Kollektion der Porzellanlampen heißt „Pearls“, den Entwürfen sieht man auch recht deutlich an, warum.

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Gläsernes Zeitalter

Die Liebe zum Glas, sie ist vererbbar. Lobmeyr pflegt sie schon in der sechsten Generation. Und teilt die Zuneigung auch gerne mit zeitgenössischen Gestaltern.

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Von Stefan Sagmeister bis Formafantasma. Diese wiederum referieren zum Teil mit ihren Entwürfen zurück in die Gestaltungsvergangenheit eines Adolf Loos oder Oswald Haerdtl.

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„Lobmeyr Contemporary – Entwürfe seit 2000“: ein Buch, das zusammenfasst, wie man mit Glas gestalterisch, kreativ und zeitgenössisch umgehen kann.

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Sammlerstück

„Pausania“, die Tischleuchte aus dem Jahr 1983, bekommt in diesem Jahr vom Hersteller Artemide eine Neuauflage. Schließlich hätte der Design-Maestro Ettore Sottsass in diesem Jahr auch seinen 100. Geburtstag gefeiert.

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Schüsselerlebnis

Auch die Ästhetik von Alessi hat Ettore Sottsass nachhaltig geprägt.

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Schüsselerlebnis

Auch hier kommen Geburtstagseditionen auf den Tisch. In Lindenholz oder Edelstahl.

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Zweidimensional

In der Gestaltungslogik ist die Form normalerweise nur ein Teil des Ganzen. Doch manchmal ist es vor allem auch zu Hause recht wohltuend, wenn die Inhaltsebene ähnlich leer ist wie beim Kritzeln während des Telefonierens. Schönheit allein, das ist inzwischen international weitgehend anerkannt im Designdiskurs, geht auch als Funktion durch. Und ein paar Linien, Quadrate und Kreise ebenso als Inhalt. Manche Hersteller widmen sich nun verstärkt den vernachlässigten zweidimensionalen Flächen zu Hause, den Wänden etwa. Und bemühen – manchmal durchaus bemüht – die ästhetische Selbstbestimmung des Designkonsumenten. Das junge Kölner Label Nomono etwa zelebriert die eigene Liebe zur Geometrie. Und die Liebe zur musterhaften Ordnung: In „Pattworks“, die jeder selbst so arrangieren kann, wie es gefällt. Als geometrische Einzelteile aus Acrylglas, die einem Rahmen magnetisch verhaftet sind. Als Inspirationsquelle dienten die 1920er- und 30er-Jahre und klar, das Bauhaus.

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Zweidimensional

Den Geometrien, die kaum noch zu simplifizieren sind, widmet sich auch Designer Piero Lissoni. Etwa in der planetarisch anmutenden Konstellation von Kreisen für den Spiegel „Celeste“. Entworfen hat er ihn für Glas Italia. Als verflachten Himmelskörper.

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Retro-Zukunft

Die Rückschau ist eine kurzweilige Disziplin: Vor allem, wenn man betrachtet, wie sich die Vergangenheit die Zukunft vorgestellt hat. Heute gehört sie uns, wir nennen sie liebevoll Gegenwart. Joe Colombo war einer der Designer in den Sechzigerjahren, die eine ziemlich konkrete Vorstellung hatten. Da baumelten Fernseher von den Decken, bewegten sich die Möbel mit den Menschen, war Kunststoff das Material der Wahl. Auch Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Funktionalität waren Ansprüche, die Colombo an seine Möbel- und Designstücke stellte. Als er 1971 verstarb, war die Zukunft noch immer fast so aufregend wie eine Mondlandung. Und sogar so etwas wie verheißungsvoll. Heute bedient man sich auf dem Designmarkt wieder gern seiner vergangenen Zukunftsideen, um die Gegenwart zu gestalten. Wie etwa Karakter, ein junges dänisches Design-Label, das keine Scheu hat vor „alten“ Visionären. Der Hersteller legt u. a. die Leuchtenserie „Domo“ (hier in der Tischversion) wieder auf.

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Retro-Zukunft

Genauso wie das Gläser­ensemble „Sferico“.

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Retro-Zukunft

Auch der italienische Teppichhersteller Amini greift auf den Ideenschatz Colombos zurück: „Isola“ heißt das Stück, das eine technische Zeichnung farblich stark akzentuiert, die der Gestalter für eine Messeinstallation anfertigte.

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Meister des Servierwagens

Wer sich schon so ein paar Jahrzehnte Tradition aufgebaut hat – wie der italienische Hersteller Kartell –, der feiert immer wieder Jubiläen. In diesem Jahr etwa: 25 Jahre Zusammenarbeit mit dem italienischen Designer Antonio Citterio. Und alles begann mit einer Möbeltypologie, die gern unbemerkt an den Augenwinkeln der Designbeobacher vorbeirollt – mit dem Servierwagen.

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Meister des Servierwagens

„Gastone“ heißt das erste Modell, das der Kooperation mit Kartell entsprang. Der Wagen lässt sich zusammenklappen, damit sich der „Diener“ nach dem Dienst auch dezent zurückziehen kann.

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Meister des Servierwagens

Auch der Rollwagen „Battista“ macht sich dünn, wenn ihn gerade niemand braucht.

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Meister des Servierwagens

Das Modell Flip bringt den Tee auf zarten Beinchen und wartet danach brav auf die nächste Teestunde.

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Zeichensprache der Architektur

Kinder sagen generell öfter „Wow!“ und „Ui, ui“ als die Großen. So hoch, so breit, so schnell, so lang! Für Erwachsene ist ja vieles längst selbstverständlich, für die Kleinen manchmal unvorstellbar. Doch Kinder für Häuser, Brücken, Kathedralen zu begeistern gelingt nicht immer ganz so gut wie Euphorie für Zebras, Tiger und Chamäleon zu stimulieren.

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Zeichensprache der Architektur

Aber mit diesem illustrierten Werk kann man sich das „Hooooch“ und das „Laaaang“ der gebauten Umwelt besonders bildhaft vorstellen, und dazu muss man gar nicht klein und jung sein, um euphorisch „Wow!“ zu sagen. „Der illustrierte Atlas der Architektur voller merkwürdiger Bauwerke“ aus dem Verlag Kleine Gestalten; 22,90 Euro unter anderem bei shop.gestalten.com

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Junge französische Designlabels

Im Design sprechen ja Formen und Linien ohnehin Esperanto. Doch auf den internationalen Möbelmessen haben sich da neuerdings auch ein paar Labels positioniert, die vornehmlich Französisch sprechen und nun auch fremdsprachige Märkte erschließen wollen. O. k., die Hersteller wühlen schon recht unverfroren im Formenschatz, auf den man sich ästhetisch als Möbelkunde schnell einigen kann. Aber in „frech“ steckt auch immer etwas „Erfrischung“. Die Stilistik des Herstellers Red Edition etwa ist wie gemacht für die noch immer schwelende Hintergrund-Vintage-Schwingung auf dem Möbelmarkt.

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Der Hersteller Hartô (www.hartodesign.fr) bemüht in seiner Kollektion ...

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... die aufgeweckte Klarheit.

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Und noch ein französisches Label im Bunde des Design-Esperanto: Petite Friture (www.petitefriture.com) forciert Reverenzen an die Vergangenheit, aber auch das grafische Erscheinungsbild.

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Klein-Design

Geschmack sei ja angelernt, sagt man. Wer mit Fototapeten aufwächst, liebt auch später Fototapeten. Da seufzen vielleicht einige erleichtert auf: Mein Kind wird dieselben Dinge mögen wie ich! Wie toll! Aber man könnte ja auch sichergehen, indem man Kinder ästhetisch mehr verwöhnt, als sie es selbst schätzen könnten.

Schaukelobjekt. Der „Rocker“ ohne Pferd.

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