Rational, funktional, universal

Designikonen mit Schweizer Akzent

Manche Sprachen versteht man besser: Auch jene, die die Schweiz mit einer Reihe von Design-Ikonen artikuliert.

Zeitlos. 1918 war so ein Stuhl eine Sensation: So klar und schnörkellos mitten im dekorverliebten Historismus. Seit damals hat der „Classic 1-380" , produziert von der Schweizer Manufaktur Horgenglarus, den Alltag der Schweizer mitgestaltet: in den Schulen genauso wie in den Restaurants und Gasthäusern. Für viele Schweizer ist der Stuhl Kulturgut.

(c) Beigestellt

Klarheit. Eine Schrift geht um die Welt. „Rational, funktional, neutral, universal", Schweizer Qualitäten eben, das sagt man der „Helvetica" nach. Max Miedinger hat sie entwickelt, gemeinsam mit Eduard Hoffmann. Und mit ihr den Globus beschriftet. Sie ist die meistverbreitete Schriftart der Welt (außer „Arial", die Microsoft ihr nachempfunden hat).

(c) Beigestellt

Le Corbusier. Eine Chaiselongue, zweimal geknickt: Die „LC4" hat sich verewigt, zwar nicht im Alltag der Schweiz, aber in der Designgeschichte des Landes. Denn der Autor stammte aus La-Chaux-de-Fonds: Le Cobusier entwarf das Möbel als Mikroarchitektur, gemeinsam mit Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand. Das Unternehmen Cassina produziert sie.

(c) Beigestellt

Leichtgewicht. Hans Coray entwarf den „Landi-Stuhl" 1938. Der Schweizer Designmöbel-Hersteller Vitra produziert ihn noch heute. Wetterfest, aus Aluminium, drei Kilogramm leicht, stapelbar – alles, was sich Schanigärten wünschen. Und als wäre das alles nicht leicht genug: Die Sitzschale ist perforiert. Wegen des visuellen Gewichts. Heute mit 60 Löchern statt 91.

(c) Beigestellt

Sparsam. Gute Ideen halten eben länger. 1947 entwickelte Alfred Neweczerzal ein Produkt, das man aus fast jeder Schweizer Küchenschublade ­herauskramen kann: den „Rex"-Sparschäler. Erfolg mit Ansage, könnte man sagen. Denn dem Erfinder schwebte der „beste Sparschäler der Welt" vor. ­Er verkauft sich immerhin noch immer über eine Million mal im Jahr.

(c) Beigestellt

Universalist. Das Objekt, das das Multitasking erfunden hat. Inzwischen ist Victorinox die größte Messermanufaktur Europas. Mit Schild und Kreuz beschwört man Urschweizer Tugenden. 400 Modelle, die bis zu 80 Funkionen haben, zählt das Portfolio. Begonnen hatte es simpler: als Schweizer Armeemesser. Mit dem Allroundgedanken, der sich in die Identität eingeritzt hat.

(c) Daniel Meyer/Fotostudio GmbH

Flüssige Form. 1908 begann die ­Geschichte einer berühmten Flasche. Zunächst in Form von Töpfen und Pfannen: Ferdinand Sigg gründete seine Firma. Erst in der Nachkriegszeit wird die klassische Sigg-Trinkflasche aus Aluminium entwickelt. Heute baumelt das „Traveller"-Modell an den Rucksäcken der Globetrotter und steht auch im Regal des Museum of Modern Art in New York.

(c) Beigestellt
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Zeitlos. 1918 war so ein Stuhl eine Sensation: So klar und schnörkellos mitten im dekorverliebten Historismus. Seit damals hat der „Classic 1-380" , produziert von der Schweizer Manufaktur Horgenglarus, den Alltag der Schweizer mitgestaltet: in den Schulen genauso wie in den Restaurants und Gasthäusern. Für viele Schweizer ist der Stuhl Kulturgut.

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Klarheit. Eine Schrift geht um die Welt. „Rational, funktional, neutral, universal", Schweizer Qualitäten eben, das sagt man der „Helvetica" nach. Max Miedinger hat sie entwickelt, gemeinsam mit Eduard Hoffmann. Und mit ihr den Globus beschriftet. Sie ist die meistverbreitete Schriftart der Welt (außer „Arial", die Microsoft ihr nachempfunden hat).

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Le Corbusier. Eine Chaiselongue, zweimal geknickt: Die „LC4" hat sich verewigt, zwar nicht im Alltag der Schweiz, aber in der Designgeschichte des Landes. Denn der Autor stammte aus La-Chaux-de-Fonds: Le Cobusier entwarf das Möbel als Mikroarchitektur, gemeinsam mit Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand. Das Unternehmen Cassina produziert sie.

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Leichtgewicht. Hans Coray entwarf den „Landi-Stuhl" 1938. Der Schweizer Designmöbel-Hersteller Vitra produziert ihn noch heute. Wetterfest, aus Aluminium, drei Kilogramm leicht, stapelbar – alles, was sich Schanigärten wünschen. Und als wäre das alles nicht leicht genug: Die Sitzschale ist perforiert. Wegen des visuellen Gewichts. Heute mit 60 Löchern statt 91.

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Sparsam. Gute Ideen halten eben länger. 1947 entwickelte Alfred Neweczerzal ein Produkt, das man aus fast jeder Schweizer Küchenschublade ­herauskramen kann: den „Rex"-Sparschäler. Erfolg mit Ansage, könnte man sagen. Denn dem Erfinder schwebte der „beste Sparschäler der Welt" vor. ­Er verkauft sich immerhin noch immer über eine Million mal im Jahr.

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Universalist. Das Objekt, das das Multitasking erfunden hat. Inzwischen ist Victorinox die größte Messermanufaktur Europas. Mit Schild und Kreuz beschwört man Urschweizer Tugenden. 400 Modelle, die bis zu 80 Funkionen haben, zählt das Portfolio. Begonnen hatte es simpler: als Schweizer Armeemesser. Mit dem Allroundgedanken, der sich in die Identität eingeritzt hat.

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Flüssige Form. 1908 begann die ­Geschichte einer berühmten Flasche. Zunächst in Form von Töpfen und Pfannen: Ferdinand Sigg gründete seine Firma. Erst in der Nachkriegszeit wird die klassische Sigg-Trinkflasche aus Aluminium entwickelt. Heute baumelt das „Traveller"-Modell an den Rucksäcken der Globetrotter und steht auch im Regal des Museum of Modern Art in New York.

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