Pitawerk

Man kann es auch Street Food nennen, muss man aber nicht. Im Pitawerk auf der äußeren Mariahilfer Straße gibt es gute, bosnische Pita in jungem Ambiente.

Pitawerk
Pitawerk
Pitawerk – Die Presse

Ganz hat es zwar noch nicht geklappt, aber die Pita macht sich gerade daran, den Burger als kulinarisches Must-have in der Kategorie Finger Food abzulösen. Der israelische Gastronom Eyal Shani machte es mit seinem Miznon vor, es folgte kurz darauf sein Landsmann Eyal Guy mit dem Hungry Guy. Jetzt ist noch ein Lokal dazugekommen, das sich zumindest auf den ersten Blick einreiht. Das Pitawerk auf der äußeren Mariahilfer Straße geht die Sache aber weniger international als viel mehr bosnisch an. Mit den kleinen handlichen Fladen, in die allerlei gefüllt werden kann, haben diese Pita nur wenig zu tun. Vielmehr handelt es sich um die bosnische Variante von Börek bzw. Burek: ein zu einer überdimensionalen Schnecke geformter Blätterteig mit pikanter oder süßen Füllung.

Das Pitawerk ist ein kleines Imbisslokal mit wenigen Tischen, das vor allem auf To-go-Kundschaft setzt. Das wird offenbar gut angenommen, nicht nur von bosnischen Kunden. Mit Industrielampen, Fliesen im Schwarz-Weiß-Muster und Kreidetafeln reiht es sich in die „Jung und urban“-Kategorie ein. Gearbeitet wird hier nach „Altmeisterrezeptur“, wie hier gern betont wird. Eine Glaswand gibt Einblicke in die Pita-Produktion. Wer auch immer dieser Altmeister ist, er versteht sein Handwerk.

Pita gibt es hier mit diversen pikanten Füllungen, aber auch mit einer süßen Füllung (Apfel). Besonders zu empfehlen ist Pita Sarajevo oder Buredžici mit Rindfleisch und Knoblauchsauce. Nichts Leichtes, aber wirklich schmackhaft. Ebenso Zeljanica mit Spinat und Käse. Pita mit Käse (Sirnica) war leider gerade aus. Sonst stehen noch Burek (Pita mit Rindfleisch) oder Krompirusa (Pita mit Kartoffeln) zur Auswahl. Preislich werden die Pitas für 2,40 bis 3,90 Euro pro Portion (300 g) angeboten. Wer gleich mehr Menschen damit versorgen will, bestellt in Kilogramm, also eine ganze Schnecke. Dazu gibt es bosnischen Kaffee und Joghurt. Ein nettes, neues Imbisslokal, das, wenn man so will, ganz unbeabsichtigt den Street-Food-Trend aufgreift und gute traditionelle bosnische Pita bietet.


Pitawerk: Mariahilfer Str. 147, 1150 Wien, Mo–Fr 9–20 Uhr, Sa, So 10–20 Uhr, ✆ +43/(0)1/941 81 90

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.03.2016)

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