Kuhkunde: Die Exoten unter den Rindern

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Eine Kuh ist hierzulande mittelgroß, gefleckt und hat einen weißen Kopf. Immerhin handelt es sich bei rund 76 Prozent der heimischen Rinder um Fleckvieh. 1.954.391 Rinder gibt es mit Stand 2016 laut Statistik Austria in Österreich.

Text von Karin Schuh

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Eher selten handelt es sich dabei um die Rassen Braunvieh, Holstein, Pinzgauer oder Grauvieh. Alle anderen Rassen – etwa Angus, Galloway oder Dexter – laufen in Österreich unter ferner liefen. Ein paar Exoten im Überblick.

 

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Yak

Die Rinderrasse mit der stolzen Bauchmähne kommt vor allem in Tibet vor und fühlt sich in Hochlagen zwischen 3000 und 6000 Metern besonders wohl. Yaks stammen vom wesentlich größeren Wildyak ab, das es kaum noch gibt. Immerhin wurde die Rasse laut der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Österreichischen Rinderzüchter (ZAR) mehr als 3000 Jahre lang domestiziert.

>> Mehr zur Yak-Zucht

2017a.m.lohmann
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Zwergzebu

Sind sehr anspruchslos, hitzeresistent und eignen sich für die extensive Haltung sowie als Mutterkühe. Die kleinwüchsige Rinderrasse stammt ursprünglich aus Sri Lanka und Asien. In Österreich gibt es etwa tausend Tiere.

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Dexter

Diese meist schwarze, manchmal auch rote oder graubraune Rasse hat sehr kurze Beine und einen breiten Rumpf. Dexter eignen sich als Zweinutzungsrind, also für die Fleisch- und Milchproduktion. Ihre Milchleistung liegt immerhin bei 2500 Liter pro Jahr, was für die besonderen Rassen nicht wenig ist (im Vergleich zum Fleckvieh hingegen schon, das liefert rund 7000 Liter pro Jahr). In Österreich gibt es davon lediglich 300 Tiere.

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Angus

Diese meist schwarze, bullige Rasse ist hierzulande vor allem für das Fleisch, allen voran die Steaks, bekannt. Im Vergleich zum Dexter kommt sie bei uns auch häufig vor. Die ZAR zählt in Österreich rund 12.200 Tiere. Die Rasse stammt ursprünglich aus dem Nordosten Schottlands, von den Grafschaften Aberdeen und Angus, woher sie auch ihren Namen hat.

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Galloways

Sie sind dem Angus-Rind recht ähnlich. Beide stammen aus Schottland, sind hornlos, haben ein ruhiges Gemüt und sind wegen ihres fein marmorierten Fleisches derzeit sehr beliebt. Sie werden auch hierzulande (aktuell gibt es knapp 7000 Stück) gern gemeinsam mit Angus-Rindern gehalten oder auch gekreuzt.

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Urrind

Das Urrind, von dem unser Hausrind abstammt, gibt es übrigens nicht mehr. Der Auerochse wurde Anfang des 17. Jahrhunderts ausgerottet.

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