Die Japanische Kartoffel aus dem Donaufeld

Martin Freimüller ist einer der letzten Gärtner im Donaufeld. Im Sommer verkauft er Brombeeren, im Winter erntet er Knollenziest. Ihn hat schon seine Großmutter verkauft.

Martin Freimüller hat neben seiner Brombeerplantage im Donaufeld den seltenen Knollenziest angebaut. Da dessen Ernte so aufwendig ist, zählt er zu den teuersten Gemüsesorten.
Martin Freimüller hat neben seiner Brombeerplantage im Donaufeld den seltenen Knollenziest angebaut. Da dessen Ernte so aufwendig ist, zählt er zu den teuersten Gemüsesorten.
Martin Freimüller hat neben seiner Brombeerplantage im Donaufeld den seltenen Knollenziest angebaut. Da dessen Ernte so aufwendig ist, zählt er zu den teuersten Gemüsesorten. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es ist eine Ecke Wiens, an der zwei Welten aneinanderprallen. Auf der einen Seite gibt es hier riesige, moderne Wohnhausanlagen, die tagsüber recht unbelebt wirken – das Wort Schlafstadt kommt einem in den Sinn. Und die mehr werden, worauf so manche Infotafel und Baucontainer hinweisen. Auf der anderen Seite gibt es aber noch ein paar Grünflächen mit Glashäusern, Folientunneln oder offenen Gemüsebeeten. Sie wirken wie Relikte aus einer anderen Zeit. Man weiß, irgendwann war hier alles grün. Irgendwann waren hier die Gärtner in der Mehrheit, die die Menschen im Inneren der Stadt versorgt haben. Heute aber hat sich die Stadt längst ausgebreitet, die Gärtner sind großteils verschwunden oder weitergezogen. Was geblieben ist, sind ein paar Straßennamen, die daran erinnern. Und ein paar letzte Überbleibsel, die sich dem Lauf der Zeit entgegenstemmen und die stadtnahe Gärtnertradition aufrechterhalten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2019)

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