Gastronomie

Garima Arora ist Asiens beste Köchin

Die gebürtige Inderin Garima Arora kocht nach Stationen wie dem Noma im Restaurant Gaa in Bangkok. Nun wurde sie zu "Asia's Best Female Chef" gekürt: Mehr als verdient.

Drachenfrucht, Roti und Pickles

Einflüsse aus der indischen Küche sind in ihren Gerichten ebenso spürbar wie nordische: Garima Arora wurde in Mumbai geboren und schaute schon früh ihrem vielreisenden Vater über die Schulter, wenn er kochte. Eine Zeitlang arbeitete sie als Journalistin, bevor sie in Paris die Kochschule Cordon Bleu besuchte. Und unter anderem bei Gordon Ramsay und für zwei Jahre im Noma anheuerte. 

(c) Jarek Pajewski

Asia's Best Female Chef

Für ihre außerordentlich eigenständige Küchenlinie wurde sie nun im Vorfeld der "World's 50 Best Restaurants" zur besten Köchin Asiens gekürt. Wohlverdient: Was sie im Gaa, ihrem gegenüber dem Restaurant Gaggan gelegenen Lokal in Bangkok, kocht, übertrifft an Klarheit, Reduktion und gleichzeitig hohem Yummyfaktor vieles.

(c) Jarek Pajewski

Gekühlte Guavensuppe

Teil ihres Menüs ist stets eine kühle pikante Fruchtsuppe mit punktgenau darin versenkten Aromaintarsien, etwa einzeln hineingezählten Angelikasamen. Auch Thai-Streetfood denkt Garima Arora neu: Das süße frittierte Reismehl-Röllchen Khanom La etwa wird bei ihr zu einem Fischhappen umgedeutet – karamellisierter Zackenbarsch versteckt sich unter einem handlichen Reisknuspergitter.
Für ihre Küche bekam sie im Vorjahr einen Michelin-Stern, als erste indischstämmige Köchin.

(c) Jarek Pajewski

Restaurant Gaa

Das Restaurant Gaa wurde im April 2017 eröffnet und gehört zur Restaurantfamilie von Gaggan, jenem redefreudigen indischstämmigen Koch, der derzeit auf der "World's 50 Best"-Liste als Nummer eins Asiens geführt wird.

(c) Panya Leardvisetkul

Baby-Mais mit aufgeschlagener Maismilch

Manche von Garima Aromas Gerichten wirken auf den ersten Blick gar simpel. Das Aha-Erlebnis folgt, sobald man sie bewegt, ob mit Messer und Gabel oder mit der Hand: Gegrillte Minimaiskolben zum Beispiel werden bei ihr in der Küche unsichtbar so eingeschnitten, dass sie sich aus ihrer grünen Hülle ziehen lassen, um sie in eine aromastarke und gleichzeitig sehr pure schaumige Sauce zu tunken. Deren Hauptbestandteil: Maismilch, also jene Flüssigkeit, die man aus rohen Maiskörnern pressen kann. 

Schweinsripperl mit Aromaten

Oder eines ihrer Signature Dishes: weich geschmorte Schweinsrippen, die mit feinst gewürfelten Schalotten, gehackten Korianderstielen und Granatapfelkernen belegt sind und wie ein Do-it-yourself-Gang daherkommen. Man muss selbst schauen, dass man für jeden Bissen alle Aromaten zusammensammelt. Ein ungewöhnliches Konzept mit überaus köstlichem Ergebnis. 

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Drachenfrucht, Roti und Pickles

Einflüsse aus der indischen Küche sind in ihren Gerichten ebenso spürbar wie nordische: Garima Arora wurde in Mumbai geboren und schaute schon früh ihrem vielreisenden Vater über die Schulter, wenn er kochte. Eine Zeitlang arbeitete sie als Journalistin, bevor sie in Paris die Kochschule Cordon Bleu besuchte. Und unter anderem bei Gordon Ramsay und für zwei Jahre im Noma anheuerte. 

(c) Jarek Pajewski

Asia's Best Female Chef

Für ihre außerordentlich eigenständige Küchenlinie wurde sie nun im Vorfeld der "World's 50 Best Restaurants" zur besten Köchin Asiens gekürt. Wohlverdient: Was sie im Gaa, ihrem gegenüber dem Restaurant Gaggan gelegenen Lokal in Bangkok, kocht, übertrifft an Klarheit, Reduktion und gleichzeitig hohem Yummyfaktor vieles.

(c) Jarek Pajewski

Gekühlte Guavensuppe

Teil ihres Menüs ist stets eine kühle pikante Fruchtsuppe mit punktgenau darin versenkten Aromaintarsien, etwa einzeln hineingezählten Angelikasamen. Auch Thai-Streetfood denkt Garima Arora neu: Das süße frittierte Reismehl-Röllchen Khanom La etwa wird bei ihr zu einem Fischhappen umgedeutet – karamellisierter Zackenbarsch versteckt sich unter einem handlichen Reisknuspergitter.
Für ihre Küche bekam sie im Vorjahr einen Michelin-Stern, als erste indischstämmige Köchin.

(c) Jarek Pajewski

Restaurant Gaa

Das Restaurant Gaa wurde im April 2017 eröffnet und gehört zur Restaurantfamilie von Gaggan, jenem redefreudigen indischstämmigen Koch, der derzeit auf der "World's 50 Best"-Liste als Nummer eins Asiens geführt wird.

(c) Panya Leardvisetkul

Baby-Mais mit aufgeschlagener Maismilch

Manche von Garima Aromas Gerichten wirken auf den ersten Blick gar simpel. Das Aha-Erlebnis folgt, sobald man sie bewegt, ob mit Messer und Gabel oder mit der Hand: Gegrillte Minimaiskolben zum Beispiel werden bei ihr in der Küche unsichtbar so eingeschnitten, dass sie sich aus ihrer grünen Hülle ziehen lassen, um sie in eine aromastarke und gleichzeitig sehr pure schaumige Sauce zu tunken. Deren Hauptbestandteil: Maismilch, also jene Flüssigkeit, die man aus rohen Maiskörnern pressen kann. 

Schweinsripperl mit Aromaten

Oder eines ihrer Signature Dishes: weich geschmorte Schweinsrippen, die mit feinst gewürfelten Schalotten, gehackten Korianderstielen und Granatapfelkernen belegt sind und wie ein Do-it-yourself-Gang daherkommen. Man muss selbst schauen, dass man für jeden Bissen alle Aromaten zusammensammelt. Ein ungewöhnliches Konzept mit überaus köstlichem Ergebnis. 

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