Sommerrollen im Anrollen

Ein Megatrend mit zahlreichen Auswirkungen: Das Massenphänomen des vergangenen Jahrzehnts heißt Essenslieferdienste. Eine Entwicklung, die nicht nur das Miteinander, sondern sogar den Wohnbau beeinflusst.

Als Markt mit dem größten Zukunftspotential für Essenslieferdienste gilt China.
Als Markt mit dem größten Zukunftspotential für Essenslieferdienste gilt China.
Als Markt mit dem größten Zukunftspotential für Essenslieferdienste gilt China. – WANG ZHAO / AFP / picturedesk.co

Triste Postwurfzettel mit wilder Grafik, die von Pizza Mafioso, Frühlingsrollen oder „Schnizel“ künden, schrieb man lange den Vorzimmerpinnwänden von Studenten-WGs zu. Sich Essen liefern zu lassen hatte etwas Armseliges. Und umgekehrt lag es nahe, Lokalen, die ihre Speisen auch ausliefern lassen, mangelnden Erfolg im normalen Betrieb zu unterstellen. Seit aber selbst Restaurants mit tadellosem Leumund wie das Lugeck oder das Neni Tatar vom Seesaibling bis Hamshuka direkt an die Wohnungstür ihrer sich quasi in Restaurantquarantäne befindenden Gäste zustellen lassen, fallen solche Zuschreibungen nicht mehr so leicht. Der diesen März verkündete Rückzug von Uber Eats aus dem österreichischen Markt sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Lieferdienste wie Mjam, dessen Schwestermarke Foodora oder Lieferservice – um die drei größten des Landes zu nennen – ständig steigenden Zuspruch verzeichnen.

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