Unter 20 Euro: Arezu

In das einstige Gasthaus Franz ist nun das Restaurant Arezu eingezogen, das moderne persische Küche bietet. Eine gute Gelegenheit, um sich durchzukosten.

Arezu: Florianigasse 19, 1080 Wien.
Arezu: Florianigasse 19, 1080 Wien.
Arezu: Florianigasse 19, 1080 Wien. – (c) Arezu

Die persische Küche zählt zu jenen, die in Wien eher unterrepräsentiert sind. Was schade ist, immerhin hat sie einiges zu bieten. Jetzt aber hat in der Josefstadt (im früheren Gasthaus Franz) ein neues persisches Restaurant eröffnet, das „modern persian cuisine“ bietet, wie die Betreiber ankündigen. Das Lokal ist recht hübsch geworden, es wirkt dank hoher Räume und dezenter Einrichtung hell, modern und freundlich. In der Mitte thront eine weiß verflieste Bar. Einziges Manko ist, dass man an den Tischen vis-à-vis davon recht knapp zum Nachbarn sitzt. Aber schön, wenn das Lokal so gut besucht ist, dass jeder Platz genutzt werden muss. Eine Reservierung ist deshalb empfohlen. Zur Not gibt es noch den schmalen Schanigarten vor der Tür.

Die Karte bietet so einiges an Vor- und Hauptspeisen persischer Gerichte. Wie weit sie wirklich typisch sind und was hier modern interpretiert wurde, ist mangels Erfahrung mit der persischen Küche nur schwer zu beurteilen. Ich werde nicht die Einzige sein. Der Kellner ist sehr freundlich und fragt gleich einmal, ob man sich zurechtfindet und ob er eine gemischte Vorspeisenplatte (12,90 Euro) anbieten darf. Er soll sogar, denn es ist wirklich schwierig sich angesichts der sehr gut klingenden Happen zu entscheiden. Also kommt eine Platte mit fünf verschiedenen Schälchen feiner Pasten, Cremen und Mini-Eintöpfe, die mit dünnem Fladenbrot verspeist werden. Denn egal ob Kashke Bademjan (gebratene Melanzani mit Knoblauch, Minze und iranischem Trockenjoghurt), Zeytoon Parvardeh (eine Paste aus Oliven, Walnüssen und Granatapfel) oder das überaus erfrischende Joghurt mit persischem Knoblauch Mast Musir. Alles fein und wunderbar, um es bei einer netten Plauderei mit einem Gläschen (heimischem) Wein zu genießen. Man sollte nur Platz lassen für die köstlichen und recht ausgiebigen Hauptspeisen, etwa die panierte Forelle nach persischer Art mit Sesam (14,50 Euro) oder den überraschend fruchtigen Eintopf Fesendjan mit Hühnerfleisch, geriebenen Walnüssen und Granatapfelmelasse (14,90 Euro). Ein netter Neuzugang.


Arezu: Florianigasse 19, 1080 Wien, Mo–So, 11.30– 23.30 Uhr, ✆ 01/890 137 315 , www.arezu.at

 

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