Marillenknödel kochen wie die Herknerin

Für die Marillenknödel der Herknerin pilgern viele nach Wieden und reservieren Tage und Wochen vorher die gewünschte Anzahl. Hier ist das Rezept für den süßen Klassiker der Wiener Küche.

Sissy Rabl

„Alles, was gut ist, ist einfach. Keine Hausfrau und kein Hausmann hat Zeit, ewig in der Küche herumzuwerken“, sagt Köchin Stefanie Herkner, auch bekannt als „die Herknerin“, in ihrem gleichnamigen Wirtshaus. Wenn sie für eines bekannt ist, dann sind das die Knödel, die sie in ihrer Küche zubereitet. Pünktlich zur Saison der Wachauer Marillen und knapp vor der Sommerpause des Wirtshauses zeigt Stefanie Herkner, wie man die Knödel zu Hause ganz einfach nachmachen kann.

Zutaten (pro Portion für 1-2 Personen):

  • 250 g Topfen
  • 1 Ei
  • 150 g griffiges Mehl
  • 60 g Butter
  • Zitronenzeste
  • Vanillezucker
  • kleine, weiche, reife Marillen
  • Brösel (Butter, Zucker, Semmelbrösel)

Zubereitung

Die Butter erhitzen, bis sie geschmolzen ist (Achtung: nicht braun werden lassen!) und dann abkühlen lassen. In einer Schüssel Topfen, Eier, Zitronenzeste und Vanillezucker vermengen und umrühren. Die Butter im flüssigen Zustand beimengen. Dann das Mehl langsam beimengen und weiter verrühren, bis der Teig geschmeidig ist. Den Teig kann man ruhig ein, zwei Tage im Kühlschrank stehen lassen. Wichtig ist nur, dass man jede Portion der Marillenknödel frisch einkocht.

Wichtig ist auch, dass die Marillen sehr klein und sehr süß sind. Man kann die Marillen mit den Fingern ein bisschen durchkneten, damit sie schön weich sind für die Knödel. Die Marillen in den Teig einwickeln und dabei nicht zu viel Zeit verlieren. Der Teig wird sonst warm und schwer formbar.

Die Knödel müssen dann ins kochende Wasser. Dabei sollte man den Topf leicht schütteln, wenn man die Knödel ins Wasser gibt, damit sie nicht am Boden festkleben. Den Topf mit einem Deckel verschließen. Die Knödel brauchen rund 10 bis 15 Minuten zum Garen. Sie schwimmen dann an der Oberfläche des Wassers.

Die warmen Knödel gleich im Butter-Zucker-Brösel-Gemisch schwenken, mit etwas warmer Butter übergießen, mit Staubzucker abschmecken.

 

 

(sir)

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