Unter 20 Euro im Pumpui

Unweit des Radetzkyplatzes gibt es in einem sonst eher verlorenen Eck mit dem Pumpui seit ein paar Wochen ein recht hippes Thai-Lokal.

Pumpui
Pumpui
Pumpui – Pumpui

Eigentlich landen in diesem Eck der Stadt ja neben den Grätzelbewohnern nur Touristen, die sich auf der Suche nach dem Hundertwasserhaus verlaufen haben. Dafür ist überraschend viel los im Pumpui, das vor ein paar Wochen unweit des Radetzkyplatzes aufgesperrt hat. Die neuen Betreiber haben dem Lokal, das vorher lang leer gestanden ist, ein komplettes Umstyling verpasst, in ziemlich cleanem Design, mit einzelnen Dekostücken à la Buddha und Blumenkette und Wänden in den Nationalfarben: Thai-Industrial könnte man es vielleicht nennen, dass man das Lokal als Thai-Canteen bewirbt, passt irgendwie auch.

Ob man sich an der Budel (an der man auch zahlt) nun die Karte selbst holen muss, erschließt sich nicht ganz, nach einer Geduldsprobe geht es mit dem Service dann aber eh schnell, auch sehr sympathisch: Ist halt Work in Progress (oder Wok in Progress, wie auf dem T-Shirt der thailändischen Köchin steht). Das zeigt sich auch, wenn man die Shrimp-Hühnerspieße plötzlich in Laibchenform serviert bekommt (wie sie ursprünglich geplant waren, sieht man auf Instagram – in Zukunft sind es aber immer Laibchen). Die sind in Kombination mit der (eher süßen) Erdnusssauce ganz fein (5,90 Euro). Der Papayasalat ist genau richtig: sauer und (für manche vielleicht etwa zu) scharf (4,90 Euro). Ziemlich scharf ist auch das Paneangcurry (mit Schwein: 9,90), das Massamancurry (mit Huhn: 10,50) ist dagegen vergleichsweise mild. Dass am Schluss recht viel Süße am Gaumen bleibt, liegt vielleicht (auch) am Tirola Kola dazu (3,30 Euro), das es neben einer sehr langen Liste an anderen antialkoholischen Hipsterdrinks gibt. Den klassischen Klebreis (wegen Mangolieferschwierigkeiten mit Banane, laut Pumpui sogar besser als das Original) braucht man jedenfalls nicht mehr unbedingt.

Vielleicht nächstes Mal als Hauptgericht ein Pad Thai (je nachdem, ob mit Huhn, Shrimps oder Tofu ab 9,50 Euro), einen Laab-Salat (ab 9,50 Euro) oder den Wasserspinat (ab 9,50 Euro) – fast alles gibt es übrigens auch als vegetarische Variante.

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Neueröffnung😮: Im dritten Bezirk hat das thailändische Restaurant @pumpui_vienna eröffnet. Ein junges Paar und eine thailändische Köchin betreiben das Restaurant seit Juli, serviert wird Street Food aus ganz Thailand, von Klassikern wie Pad Thai und verschiedenen Currys über Frittierten Schweinebauch mit Salat und Tamarind-Sauce bishin zu hausgemachtem Beef Jerkey mit Sesam. Zum Nachtisch gibt es zum Beispiel Thai-Palatschinken mit Banane. Menüs gibt es derzeit noch keine, dafür wechselnde Specials wie jetzt gerade Venusmuscheln mit Süßbasilikum. #neueröffnung #Eröffnung #Thaifood #thaiküche #Landstraße #Wien #restaurant #gutesessen #thai #padthai #diepresse

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Pumpui, Obere Weißgerberstraße 16, 1030 Wien. Montag bis Freitag 11.30–21.30 Uhr, Samstag 12.00–21.30. Telefon 01/8901960. www.pumpui.at, www.facebook.com/pumpuivienna.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2019)

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