Testessen: Es dampft im Shabu Shabu

Fondue nach japanischer Art und Reisbier aus dem Nachttopf.

Shabu Shabu ist eine Art Fondue aus Japan.
Shabu Shabu ist eine Art Fondue aus Japan.
Shabu Shabu ist eine Art Fondue aus Japan. – Christine Pichler

Wenn ein gerade erst eröffnetes Lokal ohne Schanigarten an einem lauen Sommerabend g’steckt voll ist, gibt es ein paar Möglichkeiten: Es wurden Influencer eingeladen, das Essen zu „testen“ und „dein kulinarisches Erlebnis“ bittedanke über Instagram oder andere Kanäle zu verbreiten. Oder vielleicht: Man serviert kühle Gerichte. Oder: Das Lokal trifft aus irgendeinem Grund mit seinem Angebot einen Nerv.

Das Shabu Shabu in der Stumpergasse, nahe der Gumpendorfer Straße, fällt in die letzte Kategorie. Denn nach Social-Media-erfahrenen Spezialisten für die Inszenierung von veganen Superzeug-Bowls sehen die vier Herren mit den typischen Schuhen ostasiatischer Geschäftsleute (vermutlich sind die aber sogar vegan, weil aus Kunstleder) nicht aus. Ebenso wenig die Familie mit den zwei kleinen Kindern und das langhaarige Männerduo. Sie alle sitzen vor oder rund um breite schwarze Töpfe mit brodelndem Inhalt, die auf Tischkochplatten platziert sind. Die Spezialität dieses zur Akakiko-Gruppe (eigentlich: zur koreanisch kochenden Submarke Yori) gehörenden Lokals wird schon im Namen verlautbart: Shabu Shabu, eine Art Fondue aus Japan (für zwei Personen ab 39 Euro). Es dampft also bald an allen Tischen.

Vorher wollen aber noch diverse Vorspeisen probiert werden: Kimchi-Pancake – immer eine Bank, wenn man es scharf-sauer-fettig mag –, frittiertes Huhn (am besten die Version mit süßer Sauce und Erdnüssen) oder ein Gurkensalat, der zwar aussieht wie mit Dosenraviolisauce übergossen, aber dann doch volljährig schmeckt. Die mit Schweinsbauch und Entenbrust gefüllten gedämpften Buns sind kalt, warum auch immer, das Reisbier Makgeolli, in einem gekühlten Nachttopf samt Schöpflöffel und Tonschalen serviert, zumindest auch.

Es dampft an allen Tischen.
Es dampft an allen Tischen.
Es dampft an allen Tischen. – Christine Pichler

Für Shabu Shabu, zu haben mit Rindfleisch oder Meeresfrüchten oder beidem (Gemüse, frittierter Tofu und Pilze sind bei allen Varianten Fixstarter), braucht es in erster Linie eine Steckdose. Wenn die unter dem eigenen Tisch nicht funktioniert, wird eben erst einmal umgesteckt. Das Fondue Shabu Shabu ist aber auch ohne solche Zwischenfälle ein handgriffreiches Essen. Dass es nicht handgreiflich wird, dafür sorgt die ausreichende Menge an dünn aufgeschnittenem Entrecôte, rohen Garnelen, rohem Gemüse und koreanischem Fischkuchen. Man versenkt also diese Dinge in der brodelnden Brühe, wartet oder auch nicht, hievt heraus, tunkt in Saucen und isst. Auf dem Tisch ist mehr los als auf dem Gaumen. 

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Neueröffnung 😮: Das @shabushabu.wien in der Stumpergasse, nahe der Gumpendorfer Straße, trifft mit seinem Angebot einen Nerv, denn schon kurz nach der Eröffnung ist es an lauen Sommerabenden g’steckt voll. Die Spezialität dieses zur Akakiko-Gruppe gehörenden Lokals wird schon im Namen verlautbart: Shabu Shabu, eine Art Fondue aus Japan (für zwei Personen ab 39 Euro). Es dampft und brodelt überall, am Tisch ist aber manchmal mehr los als am Gaumen. Shabu Shabu gibt es in Varianten mit Meeresfrüchten, Rindfleisch oder vegetarisch. Die ganze Kritik unter dem Link in der bio! #restaurant #eröffnung #koreanisch #japanisch #wien #foodie #gutenappetit #mahlzeit #mittagessen #shabushabu

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Shabu Shabu

Stumpergasse 27, 1060 Wien, Tel.: 057 33 37 89, Restaurant: Mo–Sa: 11–15, 18–23 Uhr. www.shabu.at

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