Kochhistorie: Störfrikandeau

Ein Rezept aus dem prachtvollen „Illustrierten Kochbuch“.

Stör
Stör
Stör – Clemens Fabry

„Man schneidet den Stör in mindestens handbreite Scheiben, die man spickt. Man belegt den Boden einer Kasserolle mit Speck und magerem Schinken, zerschnittenen Zwiebeln, Mohrrübenstücken, Petersilienwurzel, einem Lorbeerblatt, Pfeffer und Gewürzkörnern, tut die Fischstücke hinein, gießt Kalbs- oder andere Fleischbrühe darüber und dämpft sie bei gelindem offenen Feuer mit einem Deckel fest verschlossen 1/2 Stunde. Die Frikandeaus werden dann auf eine Schüssel getan, die Brühe durch ein Sieb gegossen, mit Mehl verdickt und über die Fischstücke gegossen.“

Garnierung: Auch wie ein Stör und ein Sterlet, eine kleinere Störart, aussehen, zeigt Lina Morgenstern ihrer Leserschaft: Das prachtvolle „Illustrierte Kochbuch“, 1905 in Berlin in erster Auflage erschienen, wartet, wie schon der Titel sagt, mit Zeichnungen von Zutaten und Gerichten auf. Dass es dabei auch zu kleinen Pannen kommen kann, zeigt die illustrierte Anleitung „Kaviar anzurichten“, in der Zitronensechstel ohne Kerne erwähnt werden, „die der Zeichner auf unserer Platte leider vergessen hat“.

 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.02.2019)

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