Im Keller: Redmont forever

Anspruchsvoll und dennoch leicht verständlich.

(c) Beigestellt

Ob ich denn völlig deppert sei, wurde ich einst gefragt, als ich 150 Schilling für eine Flasche Rotwein aus Österreich zahlte. Das ist mir kürzlich wieder eingefallen, als ich mich mit Gerhard Markowitsch unterhielt. „Wie lang gibt es denn den Redmont schon?“, fragte ich. „Seit 1997“, antwortete er. Vor genau 20 Jahren erfand der Winzer aus Carnuntum also seinen Evergreen. Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot nimmt er für seine Cuvée. „Der Wein ist mittlerweile eine Visitenkarte“, sagt Markowitsch. Und dennoch hat der 2014er mit den ersten Jahrgängen 1997 und 1999 nichts mehr zu tun. Damals wetteiferte man mit den schweren, fetten Weinen aus Australien und Kalifornien. Mittlerweile ist der Redmont auch eleganter und feiner geworden. Weniger Tannine, mehr Frucht. Weil der Trend dorthin geht? „Nein, weil mein Geschmack dorthin geht“, antwortet Markowitsch. Dass er mit Pinot noir nur eine Minderheit anspricht, ist ihm bewusst. Umso mehr braucht es Weine wie den Redmont. Anspruchsvoll und dennoch leicht verständlich. Genau dort beginnt nämlich die hohe Kunst des Weins.

Gerhard Markowitsch, Redmont 2014, kostet 16,20 Euro ab Hof, www.markowitsch.at

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