Im Keller: St. Laurent

In der DNA.

(c) Beigestellt

Es ist noch nicht einmal Mittag, und Hannes Reinisch klingt schon ziemlich abgekämpft. Über das Warum will er eigentlich gar nicht reden. Nur so viel: Er ist seit drei Uhr früh auf und kämpft gegen den Frost. „Das war nicht die erste und nicht die letzte Nacht in diesem Jahr“, weiß er. Und ich komme ganz schnell auf ein angenehmeres Thema zu sprechen: St. Laurent. Diese Weinsorte ist quasi in der DNA des Weinguts Reinisch in Tattendorf in der Thermenregion. Seit mehr als 60 Jahren gehört sie zum Repertoire, und mittlerweile steht Reinisch für die Burgundersorten St. Laurent und Pinot noir wie kaum ein anderes Weingut in diesem Land. „St. Laurent braucht karge, steinige Böden“, sagt ­Reinisch. Der St. Laurent 2015 sollte vor ­allem etwas temperiert getrunken werden. Dann kommt das gut balancierte Frucht-Säure-Spiel schön zur Entfaltung. Der Wein wurde im Holzfass ausgebaut, ein kleiner Teil davon in Barriques aus Wienerwaldeiche. ­Reinisch gibt der grobporigen Wienerwaldeiche den Vorzug. Sie ist dezenter als die französische. Manchmal ist weniger eben mehr.

Weingut Reinisch, St. Laurent 2015, 9,20 Euro ab Hof, www.j-r.at

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