Im Keller: Roter Veltliner

Eine Rarität.

(c) Beigestellt

Den „Pfaffi“ kenn ich schon seit fast 40 Jahren, weil im Pulkautal ohnehin jeder jeden kennt. Aber irgendwann verlieren sich selbst Pulkautaler aus den Augen. Kein Wunder also, dass ich vor wenigen Tagen schön g‘schaut hab, als ich mit einem gewissen Gerhard Pfaffeneder telefoniert habe. Der ist nämlich Geschäftsführer des Weinguts Franz Anton Mayer in Königsbrunn am Wagram. Wie es sich für ein anständiges Wagramer Weingut gehört, gibt es dort nicht nur Grünen, sondern auch Roten Veltliner. Eine Rarität, weiß Pfaffeneder. In Österreich gibt es gerade einmal 200 Hektar davon. Gleich vorweg: Der Rote Veltliner ist ein Weißwein. Im Gegensatz zum Grünen hat er weniger Säure, trinkt sich milder und besticht durch seine Fruchtigkeit. Ein Wein zum Panierten, würde ich meinen. Ich hab den 2015er getrunken, weil bekanntlich Superjahrgang. Wie der Pfaffi ursprünglich vom Weinviertel an den Wagram gekommen ist, ist nicht so super. Winzer Franz Anton Mayer ist nämlich jung gestorben. Pfaffeneder und Kompagnon haben das Weingut gepachtet und halten den Namen Franz Anton Mayer in Ehren.

Weingut Franz Anton Mayer, Roter Veltliner 2015, erhältlich unter shop.diepresse.com

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